Lehrforschungsprojekt "Digitale Governance" erfolgreich abgeschlossen

Studierende der Donau-Universität Krems führten in Unternehmen Forschung zum Thema Digitalisierung durch – Methode von Forscher-Team weiterentwickelt

19.10.2017

An der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung der Donau-Universität Krems wurde ein Lehrforschungsprojekt durchgeführt, in dem über 50 Studierende des Universitätslehrgangs "Professional MSc Management und IT" erforschten, wie gewappnet die beteiligten Unternehmen im Hinblick auf die Digitale Transformation sind. Gleichzeitig entwickelte ein Forscher-Team am Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung sowie am transdisziplinären Laboratorium für nachhaltige digitale Umgebungen die der Forschung zugrundeliegende Analyse-Methode weiter.

Im Juni 2017 haben 57 Studierende des Master-Lehrgangs „Management und IT“ das Lehrforschungsprojekt "Digitale Governance" erfolgreich abgeschlossen. Im Fokus stand dabei eine Untersuchung in realen Unternehmen bzw. Organisationen mit dem Ziel, die Hauptveränderungen, die sich aus der digitalen Transformation ergeben, aufzuzeigen und die Risken, Einflussfaktoren sowie Chancen für das jeweilige Unternehmen zu analysieren. "Die Herausforderungen der digitalen Transformation sind ja mittlerweile überall – von den KMU bis zur Verwaltung – sichtbar. Unser Universitätslehrgang Management und IT bereitet, auch über das Lehrforschungsprojekt Digitale Governance, die Studierenden darauf vor, diese Veränderung zu managen", erklärt Univ.-Prof. Dr. Peter Parycek, Leiter des Departments für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung.

Stärken und Schwächen angesichts der Digitalisierung

"Die nun abgeschlossene Evaluierung des Projekts zeigt, dass sowohl Studierende als auch Unternehmen diesen Zugang als erfolgversprechend ansehen", sagt Univ.-Prof.em. Dr. Roland W. Scholz, Leiter des transdisziplinären Laboratoriums "Sustainable Digital Environments" (SDE TdLab) und Gastprofessor an der Donau-Universität Krems. Im Rahmen dieses Projekts wurde eine von Roland W. Scholz entwickelte Analysemethode über die Dauer von zwei Semestern am Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung gelehrt. Mit Hilfe der SVIDT-Methode (Strengths, Vulnerabilities and Intervention Scenario Construction against Digital Threats) wurden die jeweiligen Stärken und auch Schwächen angesichts der Digitalisierung analysiert und Interventionsszenarien konstruiert.

Dabei arbeitete das Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung der Donau-Universität Krems unter Univ.-Prof. Peter Parycek eng mit dem SDE TdLab von Roland Scholz und Univ.-Prof. Dr. Gerald Steiner, Leiter des Departments für Wissens- und Kommunikationsmanagement, zusammen. Das im Projektfach "Digitale Governance" des Universitätslehrgangs "Professional MSc Management und IT" angesiedelte Lehrforschungsprojekt wurde von Dr. Thomas Lampoltshammer, Forscher am Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung, koordiniert; Thomas Lampoltshammer operationalisierte dabei auch die SVIDT-Methode. "Besonderer Dank gebührt jedoch auch den Studierenden, die in Gruppenarbeiten 18 Organisationen aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung mit Hilfe der SVIDT-Methode untersucht haben", sagt Peter Parycek.

Analyse von 18 Partner-Unternehmen

Im Rahmen des Lehrforschungsprojekts beschäftigten sich die berufstätigen Studierenden intensiv mit den Herausforderungen der Digitalen Transformation sowie der SVIDT-Methode. Darauf aufbauend analysierten sie in den 18 Partner-Unternehmen einzelne Geschäftsbereiche und erarbeiteten Empfehlungen.

"Gleichrangiges Ziel in diesem Projekt war es jedoch auch, zu erforschen, wie die SVIDT-Methode operationalisiert werden kann", erklärt Dr. Thomas Lampoltshammer. Zudem sei es aus der Sicht didaktischer Forschung von Interesse gewesen, inwieweit die Studierenden die SVIDT-Methode und deren Einsatz erlernen konnten.

"Dass wir dabei ungewohnte didaktische Wege beschritten haben, war sicher auch ein Risiko", so Roland Scholz, "das wir bewusst und geplant eingegangen sind. Schließlich verlangt auch die digitale Revolution von Unternehmen, ihre Geschäftsmodelle und Prozesse neu zu gestalten, eine innovative Unternehmenskultur zu entwickeln und in der Transformationszeit gezielte und durchdachte Risiken einzugehen."

Von den Studierenden wurde dieses Konzept jedenfalls sehr gut aufgenommen. Auch die beteiligten Unternehmen, die nach Abschluss des Projektes mittels eines Interviewleitfadens befragt wurden, bewerteten das Lernen im Rahmen der realistischen Anwendung im Unternehmen als ausgezeichnet. "Mit Stolz darf behauptet werden, dass die Aufgabenstellung trotz hoher Komplexität angenommen wurde und lohnende Ergebnisse erzielt worden sind", sagt Peter Parycek. "Das Team des Departments für E-Governance dankt allen ProjektpartnerInnen herzlich für ihr hohes Engagement."

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