Wege zur systematischen Qualitätsverbesserung

Die Best Practice-Konferenz führte 160 Teilnehmende an den Campus Krems

16.10.2018

Regen Zuspruch fand die Best Practice-Konferenz, die am 9. Oktober 2018 an der Donau-Universität Krems stattfand und einen praxisbezogenen Blick auf den Themenbereich der systematischen Qualitätsverbesserung lieferte. Die Vortragenden beleuchteten insbesondere die neuen Herausforderungen des Qualitätsmanagements wie Agilität und Digitalisierung. Weiters verwiesen sie auf die Relevanz von Qualitätssicherung, Unternehmenskultur und Leadership.

„Sie als Qualitätsbeauftragte agieren als Speerspitze für das Thema Qualität – aber Sie tragen nicht die alleinige Verantwortung, denn Qualität geht uns alle an“, eröffnete Dr. Nikolai Neumayer, der stellvertretende Leiter des Depart-ments für Wissens- und Kommunikationsmanagement der Donau-Universität Krems die Best Practice-Konferenz vor 160 Teilnehmenden. Im Weiteren sprach er an die Unternehmensplattform StEP-Up, seinen Dank für die 10-jährige Kooperation aus.
Die Best Practice-Konferenzen seien ein wichtiger Bestandteil der Donau-Universität Krems, betonte Vizerektorin Univ.-Prof. Dr. Viktoria Weber in ihren Eröffnungsworten. Qualitätsmanagement sei gelebte Strategie an der Donau-Universität Krems, so wie sich die Universität auch den weiteren Leitmotiven gesellschaftlicher Wirksamkeit und Innovation verpflichtet fühle. Produktivität und Qualität müsse mit Innovation konformgehen und im Transfer von Wis-sen deutlich werden, so Weber.

Herausforderungen, Werte und Integration
Wie Qualität in verschiedenen Wirtschaftsunternehmen implementiert, gesi-chert und weiterentwickelt wird, wurde in den anschließenden Vorträgen deutlich. Bei F. List GmbH fungiert Qualitätsmanagement als Bindeglied von Marke und Unternehmenswerten sowohl nach innen, als nach außen. Petra Wunderer, Director Quality Management erläutert „Nur ein Team, das die Un-ternehmenswerte lebt, kann die enorm hohen Qualitätsansprüche verwirkli-chen. Dazu bedarf es Vertrauen und eine Fehlerkultur aufzubauen, denn Quali-tät kann nur verbessert werden, wenn Fehler gesehen und toleriert werden, um daraus zu lernen.“ Die Leistung von Mitarbeitenden setzt sich aus Direc-tion, Skills und Motivation zusammen. Doch Motivation ist nicht alles – man muss auch die Irrationalitäten von Menschen verstehen, findet DI Roland Gmainer von Wacker Neuson Linz GmbH. DI Erwin Fandl, VP Quality und Technical Assistent DI David Karner von MAGNA Steyr Fahrzeugtechnik ver-weisen in Ihrem Vortrag auf die Herausforderungen entlang des Produktent-stehungsprozesses. Sie erklären, „Effiziente Prozesse und ein hohes Maß an Agilität leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Wettbewerbsfä-higkeit.“ Agilität, Digitalisierung und Integration sind die gegenwärtigen Her-ausforderungen im Qualitätsmanagement, argumentierte auch Dr. habil. Be-nedikt Lutz von der Donau-Universität Krems: „Es ist relevant, die richtige Ba-lance zwischen Veränderung und Stabilität, zwischen Innovationsmanage-ment und Qualitätsmanagement zu finden und dabei auf die Organisations-kultur Bedacht zu nehmen.“ Um für agile Herausforderungen gewappnet zu sein, sieht Lutz vier relevante Aspekte: Die Integration von Managementsys-temen wie beispielsweise die IMS Normenintegration. Offenheit für Disziplin-überschreitungen und dabei die Rolle der Qualitätsbeauftragten in Richtung Strategie- und Organisationsentwicklung, Nachhaltigkeitsmanagement sowie als ChefberaterIn weiterentwickeln. Die Erweiterung der technischen Expertise für die Produktivitätssteigerung. Und die Entwicklung kommunikativer Exper-tise, um sprachlich auf die jeweiligen internen Zielgruppenbedürfnisse einge-hen zu können.

Die Best Practice-Konferenzen zu den Themen Produktivitätssteigerung bzw. Qualitätsverbesserung werden seit einigen Jahren an der Donau-Universität Krems in Kooperation mit StEP-Up veranstaltet. Die nächste Konferenz zum Thema Produktivität findet am 6. Juni 2019 statt.

Die Unternehmensplattform StEP-Up vereint produzierende Unternehmen und drei Hochschulen mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit durch Erfahrungs-austausch bei Konferenzen und Kooperationsprojekten sowie durch Trainings- und Qualifizierungsprogramme nachhaltig zu steigern. Mit dem Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement der Donau-Universität Krems besteht seit 2009 eine enge Zusammenarbeit im Zuge des Studiums „Lean Operations Management“. Die gemeinsam entwickelten Personenzertifizierun-gen wie Lean Production Belt oder Lean Administration Belt basieren auf den Anforderungen des Marktes, um Studierenden einen fachspezifischen Kompe-tenznachweis anzubieten. 2011 wurde Dr. Nikolai Neumayer in den Wissen-schaftsbeirat von StEP-Up berufen.

Zum Anfang der Seite

 

Zum Glossar

Diese Website verwendet Cookies zur Verbesserung Ihrer Nutzererfahrung, für analytische Zwecke zur Optimierung unserer Systeme und für Marketingmaßnahmen. Indem Sie auf „OK" klicken bzw. die Website weiter verwenden, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Information zum Datenschutz.

OK