Zum 90. Geburtstag von Gertraud Cerha

Die Ehefrau und Weggefährtin des Komponisten Friedrich Cerha begeht am 25.7.2018 ihren 90. Geburtstag

20.07.2018

Musikmanagerin, Musikvermittlerin, Musikerin, Pädagogin, Forscherin und Vortragende, die Liste der Tätigkeiten und Funktionen von Gertraud Cerha ist lang. Durch ihre vielfältigen Aktivitäten hat Gertraud Cerha das kulturelle Leben in Österreich nach 1945 in einem überwiegend männlich dominierten Umfeld wesentlich mitgeprägt. Für ihre Verdienste um die Vermittlung der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts wurde sie 2009 mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Am 25. Juli 2018 feiert sie ihren 90. Geburtstag.

 

Gertraud Cerha
©
Andrea Reischer

Ein beachtliches Konvolut an Materialien, welche Gertraud Cerhas vielseitiges Engagement dokumentieren, befindet sich im Vorlass des Komponisten Friedrich Cerha, der im Archiv der Zeitgenossen in Krems wissenschaftlich aufgearbeitet wird. Verschiedene Schriftstücke wie Entwürfe zu Vorträgen, Geschäftskorrespondenzen sowie Foto- und Videodokumente zeugen von Gertraud Cerhas unermüdlicher Pionierarbeit für Neue Musik.

 

Das Archiv der Zeitgenossen würdigt die Jubilarin im Herbst 2018 mit einem ZeitzeugInnengespräch mit Gertraud Cerha und Freunden und wird Einblicke in den Archivbestand geben.

 

Zur Person: Gertraud Cerha
Geboren am 25.7.1928 in Markgrafneusiedl/NÖ als Gertraud Möslinger, aufgewachsen in Gmunden. Studium Geschichte an der Universität Wien und Musikerziehung, Klavier und Cembalo an der Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien (heute Universität für Musik und darstellende Kunst Wien). Langjährige Unterrichtstätigkeit an einer Begabtenförderungsschule mit musischem Schwerpunkt in Wien-Landstraße und an der heutigen Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seit 1952 verheiratet mit Friedrich Cerha, zwei Töchter Irina (geb. 1956) und Ruth (geb. 1963). Organisation, Programmgestaltung und Musikmanagement für das 1958 gegründete Ensemble „die reihe“.
Gertraud Cerha publizierte zahlreiche Texte zum Musikleben in Österreich nach 1945 und hielt Vorträge zu diesem Thema in Europa und den USA. Sie gestaltete eine Sendereihe im ORF und konzipierte u.a. das Symposium zum ersten Wien Modern Festival im Jahr 1988. Cerha ist Ehrenmitglied der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik.

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