Den Donauraum als Region begreifen

Nach 30 Monaten intensiver Arbeit kam im Juni 2019 das EU Interreg DTP Projekt Danube Urban Brand (DANUrB) zum Abschluss

11.07.2019

Ziel des Projekts DANUrB ist es, ein neues Bewusstsein für den Donauraum zu schaffen. Die Donau verbindet nicht bloß acht Länder, sie schafft auch einen einzigartigen Kulturraum. Um diese Region als eigenständige Marke herauszuarbeiten, wurde die Vernetzung der Anrainerstaaten in grenzüber­schreitenden Projekten gefördert.

Die besondere Rolle der Donau zeigt sich schon am internationalen Tag der Donau, der seit 2003 auf Anregung der internationalen Kommission zum Schutz der Donau begangen wird. Am Projekt DANUrB, das von der EU gefördert wurde, wirkten 20 Partner von sieben Ländern mit. Sie setzten sich zum Ziel, den Menschen, die an der Donau leben und arbeiten, die Botschaft zu vermitteln, in einem Raum mit gemeinsamer Kultur, Geschichte, Kulinarik und Erbe zu leben.

Der Schlüssel zum Erfolg des Projekts liegt in der Vernetzung verschiedenster Institutionen und Organisationen des Donauraums um ein lebendiges Netzwerk zu etablieren. Gerade bei EntscheidungsträgerInnen musste ein Bewusstsein geweckt werden für den Mehrwert einer Donauregion, die durch Kooperationen geschaffen werden kann. So wurde ein Netzwerk aufgebaut, das Tourismus, Wirtschaft, Bildung und das kulturelle Leben fördert. Es galt, ein nachhaltiges System aus dem Erbe der Donauregion, ihrem kulturellen Kontext und den Interessen der Menschen vor Ort zu schaffen.

Entwicklung der DANUrB-Strategie
Um ein solches System zu errichten, wurde eine Vielzahl an Maßnahmen ergriffen. Die universitäre Forschung konzentrierte sich auf das Erbe der Region, lokale Impulsgeber und urbane Systeme. Eine gemeinsame Plattform als Basis einer Donau-Kultur-Promenade brachte lokale Stakeholder, Kulturgüter und Projektideen zusammen. Best Practices, die den Prozess der Kulturgutaufwertung unterstützen, wurden mit dem Fokus auf die Menschen an Ort und Stelle gesammelt und umgesetzt. Zudem wurde der Tourismus durch die Entwicklung der mobilen Applikation „Pocket Guide“ gefördert, die verschiedene Kulturerbeplätze miteinander verbindet. Das Kernelement ist die umfassende DANUrB-Strategie, die einen raumkulturellen Aktionsplan basierend auf der Projektarbeit und Beiträgen von ArchitektInnen, StadtplanerInnen, Forschenden, TourismusexpertInnen, Kultureinrichtungen und Anrainern, von Bewohnern bis hin zu EntscheidungsträgerInnen, schafft.

Highlights des Projekts
Die DANUrB-Plattform umfasst mehr als 500 Kulturgüter mit Bezug zur Donau und über 300 Stakeholder. Einzigartig macht diese Online-Plattform, dass hier erstmalig Informationen über verschiedene Stakeholder sowie das materielle und immaterielle Erbe der Region, das noch nicht inventarisiert worden war, zusammengetragen wurden. Die DANUrB-Strategie ist das wichtigste Dokument der Plattform, das die Erfahrungen aus Arbeiten an Ort und Stelle sowie die Erfahrungen aus den zahlreichen Workshops mit den Visionen und Bedürfnissen der Menschen im Donauraum zusammenführt. Darauf basierend wurde auch ein strategisches Dokument erstellt.

Verbindendes aufzeigen
Auch eine Wanderausstellung ist Teil des DANUrB-Projekts. Sie stellt in Alltagssituationen den Donauraum als Region dar und spannt einen Bogen von der Kindererziehung, Menschen und Gemeinschaft, über Klänge der Donau sowie Kulinarik und Literatur bis hin zu den Zukunftsplänen. Die Ausstellung verfolgt einen wichtigen Zugang, indem ihre Gestaltung bewusst Sprachbarrieren durch Vielsprachigkeit und nicht-sprachgebundene Interaktionen überwindet.

Erschließung touristischer Geheimtipps
Der Verbindung von Kultur und Tourismus nehmen sich die zwölf entwickelten PocketGuide-Touren an. Die neu entwickelten Touren basieren auf der Forschung im Rahmen des Projekts DANUrB und leisten einen Beitrag für den Tourismus vor Ort. Über die englischsprachige, international verfügbare Plattform bleiben reizvolle Plätze und ihre interessante Geschichte nicht länger verborgen. Eine der neuen Routen führt von Krems nach Melk.

Während der Umsetzung des Projekts boten mehr als 70 Veranstaltungen Gelegenheit zum Austausch von Wissen und Best Practices.

 

Projekt: DANube Urban Brand – a regional network building through tourism and education to strengthen the “Danube” cultural identity and solidarity (DANUrB)
Projektzeitraum: 01.01.2017 – 30.06.2019
Fördergeber: EU/Interreg
Projektverantwortlicher: Univ.-Prof. Dipl.Arch. Dr. Christian Hanus
Projektpartner: Budapest University of Technology and Economics, Slovak University of Technology in Bratislava, Technische Universität Wien, OIKODROM – Vienna Institute of Urban Sustainability, National Institute for Research and Development in TourismNational Tourism Cluster "Bulgarian Guide"Vukovar-Srijem County GPS City Guide Kft (PocketGuide), Xellum Advisory Ltd, Pest County Municipality, Human Resources Development AgencyMunicipality of Sturovo, Municipality of Esztergom, "Ion Mincu" University of Architecture and UrbanismHungarian Contemporary Architecture CentreDanube Delta National Institute for Research and Development und das Center for Heritage Interpretation  sowie 19 assoziierte Partner aus Bulgarien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Ungarn

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