Tagung zu Stadtmuseen im 19. Jahrhundert

Das Institut für Österreichkunde und die Donau-Universität Krems veranstalten zum Forschungsprojekt „MuseumsMenschen“ eine zweitägige Tagung

30.09.2019

Von 3.–4. Oktober 2019 wird das Thema Stadtmuseum aus unterschiedlichsten Perspektiven untersucht. Die Tagung in Wiener Neustadt widmet sich den Menschen, die diese Museen gegründet haben, über die Funktionen, die Stadtmuseen erfüllen bis hin zu einer Preview der App „MuseumsMenschen“, die aus dem gleichnamigen Forschungsprojekt hervorgegangen ist.

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Anja Grebe, stellvertretende Leiterin des Departments für Kunst- und Kulturwissenschaften, widmen sich internationale ExpertInnen dem Museumswesen, welches im 19. Jahrhundert seine heute noch nachwirkende Form angenommen hat. Nicht nur in den großen Metropolen wurden Museen gegründet, vielerorts initiierten BürgerInnen Stadt- und Regionalmuseen. Besonders frühe Gründungen finden sich in Niederösterreich. Im Rahmen des vom Land Niederösterreich geförderten und in Zusammenarbeit mit dem Museumsmanagement Niederösterreich und den zehn ältesten Museen durchgeführten FTI-Projekts „MuseumsMenschen – Zur Gründungsgeschichte der Stadtmuseen in Niederösterreich“ untersucht die Donau-Universität Krems diese Museums-Pioniere. Die Kooperationstagung beleuchtet die Funktionen, welche Stadt- und Regionalmuseen für die Entwicklung des kulturellen Bewusstseins und die Ausbildung kommunaler und nationaler Identität hatten und haben. Auch ihre Rolle im Bereich der Bildung und Wissenschaft wird thematisiert.

Über fränkische und niederösterreichische Stadtmuseen

Am ersten Veranstaltungstag referiert Mag. Dr. Celine Wawruschka, Department für Kunst- und Kulturwissenschaften der Donau-Universität Krems, über die Rolle der niederösterreichischen Stadtmuseen im 19. Jahrhundert. Den Gründern fränkischer Ausstellungslokale geht Dr. Gesa Büchert, Kunstpädagogisches Zentrum Nürnberg, in ihrem Beitrag nach. Mit dem Feldforscher und Museumsgründer Johann Krahuletz beschäftigt sich Dr. Johannes M. Tuzar vom Krahulez-Museum in Eggenburg. Im Fokus der Präsentation von Mag. Eveline Klein, Museum St. Peter an der Sperr, Wiener Neustadt, sind die städtische Sammlung und die aktuelle Niederösterreichische Landesausstellung. Im Anschluss steht ein Besuch dieser Ausstellung auf dem Programm.

Von App bis Znaim

Der zweite Tag der Tagung beginnt mit den Ausführungen von Prof. Dr. Anja Grebe zu den Museumsvereinen im 19. Jahrhundert, gefolgt von Mag. Rocco Leuzzis Beitrag zur Bestandsbildung der volkskundlichen Sammlungen des Niederösterreichischen Landesmuseums. Die 140 Jahre währende Geschichte des Museums in Znaim ist Gegenstand bei PhDr. Jiří Kacetl, Südmährisches Museum, Znaim. Der Frage, was dem Museum eine Seele und eine Zukunft in der Gesellschaft verleihen kann, geht Prof. Dr. Martin Hochleitner vom Salzburg Museum nach. Dr. Matthias Henkel, Berlin, stellt das Stadtmuseum als Möglichkeitsraum kultureller Überlappungen dar. Die neue App zum Projekt „MuseumsMenschen“ wird von Anja Grebe und DI Martin Reitschmied in einer Preview vorgestellt. Ein Resümee wird vor der Schlussdiskussion Univ.-Prof. Dr. Ernst Bruckmüller vom Institut für Österreichkunde und der Akademie der Wissenschaften ziehen.

 

Tagung „Bildung, Bürger und Nation: Stadtmuseen im 19. Jahrhundert“
Termin:        
3.–4. Oktober 2019
Beginn:        13:30 Uhr
Ort:               Wiener Neustadt, Skyline, Baumkirchnerring 6
Anmeldung: ioek.wirtschaftsgeschichte@univie.ac.at

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