26.05.2021

Das Zentrum für Demenzstudien entwickelte in Zusammenarbeit mit der REWE Group Österreich ein Schulungsvideo sowie einen Handlungsleitfaden für alle Mitarbeiter_innen. Unterschiedliche Situationen beim Einkauf werden dargestellt und Lösungsvorschläge angeboten. Mit Hilfe dieser Unterlagen werden Mitarbeiter_innen im Umgang mit Menschen mit Demenz sensibilisiert.

Laut Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz leben in Österreich ca. 145.500 Menschen mit einer Demenz. Bis 2050 wird sich die Zahl verdoppeln. Daher müssen geeignete Präventionskonzepte erarbeitet werden, die Menschen mit Demenz so lange wie möglich in die Gesellschaft aktiv miteinbinden.

„Für Betroffene stellt der Lebensmitteleinkauf einen zentralen Punkt in ihrer Selbstbestimmtheit dar. Menschen mit Demenz fühlen sich oft frühzeitig aus der Gesellschaft ausgestoßen und ziehen sich viel zu früh zurück. Dieses Video und der Leitfaden sollen daher zu einem grundlegenden Wissen über Demenz beitragen, damit wir als Gesellschaft insgesamt Demenzkompetenter agieren können“, führt Univ.-Prof. Dr. Stefanie Auer, Leiterin des Zentrums für Demenzstudien aus.

„Es ist Teil unserer Unternehmensphilosophie, allen Menschen in unseren Märkten respektvoll und hilfsbereit zu begegnen. Als Nahversorger sind wir uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und leisten gerne unseren Beitrag, um Menschen mit Beeinträchtigungen bei ihren Einkäufen bestmöglich zu unterstützen. Jede Kundin und jeder Kunde ist herzlich willkommen“, erklärt Johannes Zimmerl, Direktor Konzernpersonalwesen der REWE Group in Österreich.

Einfühlsam und freundlich reagieren

In dem Schulungsvideo werden drei unterschiedliche Situationen dargestellt: Ein Kunde, der sich nicht mehr erinnern kann, warum er im Supermarkt ist, eine Kundin, die ein Produkt nicht findet und zuletzt eine Kundin, die den zu bezahlenden Betrag nicht einordnen kann. Das Video bietet Lösungsvorschläge sowie mögliche Handlungsanleitungen an.
„Oft benötigen Menschen mit Demenz nur kleine Hilfestellungen. Wichtig ist es hier, einfühlsam auf Gedächtnislücken zu reagieren sowie freundlich und kompensierend einzuspringen. Das vermittelt einer Person mit Demenz Sicherheit. Mit ein wenig Unterstützung können so Menschen mit Demenz bereichernde Mitglieder unserer Gesellschaft bleiben“, erklärt die Demenzexpertin, Stefanie Auer.

Schulungsvideo für Mitarbeiter_innen

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