10.12.2021

Im Rahmen des Interreg DTP-Projekts „Living Danube Limes“ wird ein römisches Donauschiff aus dem 4. Jahrhundert nach Christus originalgetreu nachgebaut. Ab dem zweiten Halbjahr 2022 wird es die Donau mit authentisch ausgestatteten Crews befahren. Dafür sucht das Projektteam nach abenteuerlustigen Personen, die Teil der Schiffsbesatzung werden möchten.

Die „Living Danube Connecting Cruise“ startet am 15. Juli 2022 in Ingolstadt, Deutschland, und endet im November 2022 im Donaudelta. Gefahren wird mit einem römischen Ruder- und Segelschiff aus der Spätantike mit dem Namen „Danuvia Alacris“. Das Schiff wird mit seiner Crew, die aus etwa 18-20 Ruder_innen und einem Führungsteam von vier bis fünf Personen besteht, täglich ca. 40 km zurücklegen. Die Strecken werden nach Möglichkeit gerudert und teilweise gesegelt.

Die neun Teilstrecken werden jeweils von unterschiedlichen Teams befahren. Die Ruderinnen und Ruderer wechseln im Schnitt jede zweite Woche und rudern in römischer Kleidung (Tunika, Schuhe usw.). Entlang der Route werden bei ausgewählten Schiffsanlegestellen Feste organisiert, bei denen es auch zum Austausch mit interessierten Besucher_innen kommen soll.

Donaulimes als gemeinsames kulturelles Erbe

„Living Danube Limes“ baut auf EU-finanzierten Vorgängerprojekten wie „Danube Limes Brand“ und „DANUrB“ auf, um mit möglichst vielen ineinandergreifenden und nachhaltigen Maßnahmen – etwa geophysikalischen Prospektionen, Virtual Reality-Rekonstruktionen, Museumskooperationen, Veranstaltungen und nachhaltigen Tourismuskonzeptionen – den Donaulimes sichtbar und erlebbar zu machen.

Das Projektkonsortium von „Living Danube Limes“ umfasst 19 universitäre, staatliche und privatwirtschaftliche Projektpartner aus zehn Ländern. Dazu kommen 27 assoziierte strategische Partner, die das Konsortium mit allen relevanten Kompetenzen in den Bereichen Archäologie, Altertumsforschung, Technik, Architektur, Virtual Reality, Museumsbetrieb, Tourismuswirtschaft, Kulturgüterschutz und Living History unterstützen. Das Projekt ist budgetiert mit rund 3,2 Millionen Euro, läuft von Juli 2020 bis Dezember 2022 und erstreckt sich von Deutschland bis nach Bulgarien und Rumänien ans Schwarze Meer.

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