15.04.2026

Univ.-Prof. Dr. Gerald Steiner, Professor für Organisationskommunikation und Innovation an der Universität für Weiterbildung Krems, wurde als korrespondierendes Mitglied in die Technikwissenschaftliche Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig aufgenommen. Die Wahl gilt als besondere wissenschaftliche Anerkennung für international sichtbare Forschungsleistungen.

Die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig zählt zu den traditionsreichsten wissenschaftlichen Einrichtungen im deutschsprachigen Raum und vereint mehr als 20 Nobelpreisträger in ihren Reihen, darunter Max Planck und Werner Heisenberg. Sie bringt Forschende unterschiedlicher Disziplinen zusammen und fördert den interdisziplinären Austausch zu zentralen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Fragestellungen. Eine Aufnahme erfolgt ausschließlich auf Vorschlag bestehender Mitglieder und ist an herausragende wissenschaftliche Leistungen gebunden.

Forschung an den Schnittstellen komplexer Systeme

Gerald Steiner forscht an der Schnittstelle von Innovation, Kommunikation und Nachhaltigkeit mit besonderem Fokus auf komplexe gesellschaftliche Herausforderungen. Im Zentrum seiner Arbeit stehen die Dynamiken von Innovationssystemen sowie die Frage, wie Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam Lösungen für globale Zukunftsfragen entwickeln können.

Gerade im Hinblick auf die Technikwissenschaftliche Klasse der Akademie ist hervorzuheben, dass Gerald Steiner wissenschaftlich zu mineralischen und kritischen Rohstoffen forscht und auch Mitglied der ‘Expert Group on Ressource Management’ der Vereinten Nationen ist. Sein Fokus liegt auf dem Verständnis komplexer Systemzusammenhänge entlang globaler Lieferketten sowie der Entwicklung nachhaltiger Zukunftsszenarien.

Dabei adressiert er zentrale Herausforderungen wie Ernährungssicherheit und die Rolle strategischer Ressourcen wie Phosphor, Schwefel, Uran, Nickel und Cobalt. Das spiegelt sich auch in den Aktivitäten des von ihm geleiteten ‘International Raw Materials Institute (IRMI) wider, dem er vorsteht und welches Teil des “Research Lab for Global Futures and Complex Systems” ist, das Steiner an der Universität für Weiterbildung Krems leitet. 

International vernetzt, wissenschaftlich anerkannt

Steiner verfügt über langjährige internationale Erfahrung in Forschung und Lehre, unter anderem als Gastwissenschaftler an der Harvard University, wo er auch als Schumpeter Professor tätig war. Er ist in zahlreiche internationale Forschungsinitiativen eingebunden, wie auch in der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und engagiert sich in Bereichen wie Nachhaltigkeit, Ressourcensicherheit und transdisziplinärer Wissensintegration.

Die Aufnahme in die Sächsische Akademie versteht Steiner als Bestätigung seiner Forschungsarbeit: “Komplexe globale Herausforderungen mit ihren vielfältigen regionalen und lokalen Wechselwirkungen lassen sich nur durch neue Formen der Zusammenarbeit über Disziplinen und Institutionen hinweg bewältigen”, sagt Steiner. “So etwa können die großen Herausforderungen rund um kritische Rohstoffe, Lieferketten und Versorgungssicherheit nur systemisch und gemeinsam bewältigt werden. Die Akademie ist hierfür und für die vielfältigen anderen komplexen Herausforderungen unserer Zeit ein zentraler Ort des Austauschs und der gemeinsamen Gestaltung.“

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