Das Research Lab for Global Futures and Complex Systems (GFL) an der Universität für Weiterbildung Krems ist eine interdisziplinäre und transnationale Forschungsplattform, die sich dem Verständnis und der Gestaltung der Zukunft komplexer gekoppelter menschlicher und natürlicher Systeme (Coupled Human and Natural Systems, CHANS) widmet, etwa gesellschaftlicher Governance, demokratischen Institutionen, Ernährungs- und Agrarsystemen, Rohstoffversorgung, Innovations- und technologischen Ökosystemen sowie planetarer Gesundheit. Die Arbeit des GFL umfasst die Analyse vergangener Entwicklungen und aktueller Dynamiken dieser gekoppelten Systeme sowie die Untersuchung ihrer potenziellen zukünftigen Entwicklungspfade in einer von Polykrisen geprägten Welt. Darüber hinaus beinhaltet sie die Entwicklung und Umsetzung geeigneter Interventionen.
Durch die Zusammenführung verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen, einer breiten Palette systemwissenschaftlicher Ansätze, der Komplexitätsforschung und transdisziplinärer Methoden adressiert das GFL sowohl globale als auch regionale und lokale Herausforderungen, die disziplinäre, institutionelle und geografische Grenzen überschreiten.
Als übergreifender Rahmen vernetzt das Lab komplementäre Forschungsinitiativen, die sich integrativem und reflektierendem Denken, hoher Praxisrelevanz und internationaler Zusammenarbeit verpflichtet fühlen. Es schafft einen gemeinsamen Raum für wissenschaftliche Forschung, methodische Innovation und gesellschaftlichen Dialog – mit dem Ziel, belastbares Wissen für den Umgang mit Unsicherheit, Transformation und Nachhaltigkeit in einer sich dynamisch verändernden Welt zu entwickeln.
Zusammenarbeit mit externen Partnern
Gemeinsam mit seinen externen Partnern (in alphabetischer Reihenfolge) – dem African Plant Nutrition Institute (Marokko), der Arizona State University (USA), der National and Kapodistrian University of Athens (Griechenland), der University of Basilicata (Italien), der Central University of Modern Technology (Sierra Leone), dem Complexity Science Hub Vienna (Österreich), der Dr Hilla Limann Technical University (Ghana), dem University College Dublin (Irland), der Federal University of Agriculture Abeokuta (Nigeria), der Universidade Nova de Lisboa (Portugal), dem Max Planck Institute (Deutschland), der Medizinischen Universität Wien (Österreich), der Technischen Universität Bergakademie Freiberg (Deutschland), der Harvard University (USA), Isara (Frankreich), der Njala University (Sierra Leone), der University of Oxford (Großbritannien), der Poznan University of Economics and Business (Polen), dem Santa Fe Institute (USA), der University of Energy and Natural Resources (Ghana), dem European Communication Institute (Griechenland), dem Global Phosphate Institute (Marokko) sowie – als herausragendem Beispiel eines unserer regionalen Partner – dem Ötscher-Tormäuer Climate Research Projekt im Naturpark Ötscher-Tormäuer integriert und unterstützt das Lab die folgenden Kerninitiativen:
Transatlantic Research Lab on Complex Societal Challenges
Das Transatlantic Research Lab on Complex Societal Challenges ist eine Kooperationsplattform, die sich der Förderung interdisziplinärer, systemwissenschaftlich fundierter und transdisziplinärer Forschung zu den drängendsten und miteinander verknüpften Herausforderungen widmet, mit denen sich heutige Gesellschaften konfrontiert sehen.
International Raw Materials Institute (IRMI)
Das International Raw Materials Institute (IRMI) ist eine transdisziplinäre Forschungs- und Innovationsplattform. Sie widmet sich der nachhaltigen Erforschung, Bewirtschaftung und Steuerung mineralischer Ressourcen. Es bringt Wissenschaft, Politik, Industrie und Gesellschaft zusammen, um die globale Ressourcenwende und Nachhaltigkeitsherausforderungen anzugehen. Zudem untersucht das IRMI, wie Rohstoffe als strategische Güter innerhalb der globalen politischen Ökonomie fungieren.
Transdisciplinary Social Transition Institute (TSTI)
Das Transdisciplinary Social Transition Institute konzentriert sich darauf, nachhaltige gesellschaftliche Transformationen durch integrierte Forschung, Lehre und Innovation an der Schnittstelle von sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Systemen voranzubringen.
Leitung: Univ.-Prof. Mag. Dr. Gerald Steiner