Kulturgüterschutz am Beispiel des Louvre-Museums

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kulturgüterschutz konkret" der Donau-Universität Krems spricht die Mitarbeiterin des Louvre Anne de Wallens in Wien über die Sicherheitsstrategien des Pariser Museums

22.05.2017

Mit mehreren Millionen Besuchern jährlich und knapp 400.000 Objekten gehört der Louvre in Paris zu den größten Museen der Welt. Seine einzigartigen Sammlungen mit Werken u.a. von Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer, Peter Paul Rubens, Eugène Delacroix und vielen mehr, machen es zu einem der bedeutsamsten Speicher des kulturellen Gedächtnisses der Menschheit. Doch wie sichert man einen solchen Schatz vor etwaigen Katastrophen? Darüber spricht Anne de Wallens vom Louvre Museum am 31. Mai 2017 in einem Vortrag am Heeresgeschichtlichen Museum Wien, welcher im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kulturgüterschutz konkret" der Donau-Universität Krems organisiert wird.

 

Der Louvre im Herzen von Paris wird jährlich von Millionen BesucherInnen aus der ganzen Welt besichtigt. Die griechischen und römischen Skulpturen, Gemälde aus der Renaissance, Werke der französischen und flämischen Malerei und viele mehr, bilden dabei einen einzigartigen Schatz unserer Kultur, dessen Schutz und Beaufsichtigung von zentraler Bedeutung sind. Doch wie würde man in einer Institution wie dem Louvre im Krisenfall vorgehen? Welche Notfallmaßnahmen würden beispielsweise bei einem Hochwasser oder einem Brand greifen? Diese Fragen werden im Rahmen eines Vortrages der Reihe "Kulturgüterschutz konkret" am 31. Mai 2017 im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien von Anne de Wallens, langjährige Mitarbeiterin des Louvre und Expertin für Konservierung und Transport von Kulturgütern, beantwortet. Im Detail wird Anne de Wallens auf die unterschiedlichsten Bedrohungsszenarien eingehen, über die Genese von Notfall- und Evakuierungsplänen sprechen, die eine adäquate Reaktion auf Krisen ermöglichen, und über die Bedeutung von spezialisierten Feuerwehrkräften referieren. Die Expertin des Louvre wird aber auch über Ernstfälle berichten, bei denen die Notfallpläne bereits zur Anwendung kamen, wie beispielsweise beim Hochwasser der Seine im Juni 2016.

 

Kulturgüterschutz konkret

Die Veranstaltungsreihe "Kulturgüterschutz konkret" wurde 2016 vom Zentrum für Kulturgüterschutz der Donau-Universität Krems gestartet und möchte mit Hilfe von internationalen ExpertInnen aus Forschung und Praxis auf die Bedeutung des Feldes hinweisen. Unter anderem wurden bei vergangenen Vorträgen Themen wie der Roerich-Pakt, das erste internationale Abkommen, das rein dem Kulturgüterschutz gewidmet war, oder die Herausforderung des illegalen Kulturgüterhandels besprochen. Weitere Beiträge werden sich in Zukunft beispielsweise mit der Kulturgutbergung in Erdbebenregionen beschäftigen.

 

Aus der Reihe „Kulturgüterschutz konkret“:

"Emergency Plans in the Louvre Museum" (Anne De Wallens)
Datum: 31.05.2017, Beginn: 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Heeresgeschichtliches Museum, Wien
Vortrag in englischer Sprache
Die Teilnahme ist kostenlos


Anmeldung:
Zentrum für Kulturgüterschutz
Department für Bauen und Umwelt
Tel.: +43(0)2732 893-2662
zkgs@donau-uni.ac.at

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