Walk Your City: Forcierung des Fußgängerverkehrs in Städten anhand innovativer, verhaltensbasierter Interventionsformen

Beschreibung

In den letzten Jahrzehnten ist in vielen Städten eine Stagnation oder sogar ein Rückgang von ausschließlichen Fußwegen zu verzeichnen, was den ambitionierten Bemühungen nationaler und internationaler Aktionsplänen, Strategien und Initiativen widerspricht. Das vorliegende Projekt “Walk Your City” (WYC) nimmt sich diesem Problem an, indem eine innovative, verhaltens- und anreizbasierte FußgängerInneninitiative mit Fokus auf die Nudging-Methode entwickelt und evaluiert wird. Das zielgruppenspezifische und verhaltensbasierte Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Lebensqualität in Städten durch Förderung von Zufußgehen als aktive und gesundheitsfördernde Fortbewegungsform entscheidend zu verbessern. Im Fokus stehen Zielgruppen in einer Umbruchsituation, wie z.B. MigrantInnen, neu zugezogene BewohnerInnen und StudentInnen, die ihr Mobilitätsverhalten an die neue Situation anpassen müssen. Als zentraler Output wird hierbei die Konzeption und Entwicklung eines Demonstrators in Form einer Begleit-App sowie von Offline-Kampagnen definiert. Durch die einzigartige Kombination technologischer Neuheiten (z.B. “Augmented Reality”, “Beacons”), verhaltenstheoretischer Konzepte (z.B. Transtheoretisches Modell, Nudging) sowie kreativer Kampagnen vor Ort (“Offline Kampagnen”) werden TeilnehmerInnen dazu motiviert, die Stadt zu Fuß zu erforschen und zu erleben. Zufußgehen soll so bereits frühzeitig als eine echte und qualitätsvolle Alternative für kurze Wege wahrgenommen und als gewohnheitsmäßiges Verhalten verankert werden. Die Nudging-Methode wird in Bezug auf die Akzeptanz, Funktionalität sowie Usability iterativ in Fokusgruppen, internen Labortests und ExpertInnenworkshops optimiert. Somit wird sowohl eine an die Bedürfnisse der Zielgruppen angepasste als auch praxisbezogene Projektumsetzung ermöglicht. Die im Zuge des Pilottests gewonnenen Mobilitäts- als auch Gesundheitsdaten dienen zur Evaluation der Eignung und Wirkung dieses innovativen anreiz- und verhaltensbasierten Forschungsansatzes. Mit den empirischen Daten werden wichtige Einsichten gewonnen, ob bzw. wie die theoriegeleiteten Ansätze bzw. die konzipierten Interventionsformen und Offline-Kampagnen für eine gezielt beeinflussbare Verhaltensänderung geeignet sind.

Details

Projektzeitraum 01.03.2018 - 28.02.2020
Fördergeber FFG
Förderprogramm FFG - Mobilität der Zukunft
Department

Department für Kunst- und Kulturwissenschaften

Zentrum für Angewandte Spieleforschung

Projekt­verantwortung (Donau-Universität Krems) Mag. Thomas Wernbacher, MSc MA
Projekt­mitarbeit Mag. Natalie Denk, MA Dr. Nikolaus König Simon Wimmer, BA
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