VHS Zwettl
War der Donaulimes wirklich eine Grenze zwischen dem
Römischen Reich und seinen Nachbarn oder vielmehr ein Raum der Begegnung und des Austauschs?
Dieser Frage geht Assoz. Prof. Dr. Anna Kaiser in einem Vortrag an der Volkshochschule Zwettl nach, der in Kooperation mit dem Zentrum für Kulturgüterschutz und im Rahmen des Projekts Roman Trails stattfindet.
Der Vortrag zeigt, dass die Donau im Römischen Reich weit mehr war als eine militärische Trennlinie. Als Verkehrsader, Kontaktzone und verbindendes Element zwischen Kulturen prägte sie das Leben entlang des Donaulimes und verband Menschen, Regionen und Lebenswelten.
Anhand originaler Briefe und Schriftstücke werden die Lebenswelten römischer Soldaten greifbar. Die Quellen geben Einblicke in ihre alltäglichen Sorgen, persönlichen Erfahrungen und das Leben fern der Heimat. Zugleich wird deutlich, dass die Grenze durchlässiger war, als man heute oft annimmt, und dass römisches Leben auch jenseits der Donau stattfand.
Viele der Themen, die heute mit der Römerzeit verbunden werden, vom Militärleben über Reisen und Handel bis hin zu Begegnungen mit den „Barbaren“, finden sich auch in den Geschichten von Asterix wieder. Der Vortrag greift diese vertrauten Bilder auf und nutzt sie als Ausgangspunkt, um historische Quellen und populäre Vorstellungen des Römischen Reiches miteinander zu vergleichen. So eröffnet sich ein anschaulicher Blick auf die historische Realität entlang des Donaulimes und auf die Rolle der Donau als Verbindungsraum zwischen unterschiedlichen Kulturen.
Roman Trails
Das Projekt konzentriert sich auf die Schaffung einer gemeinsamen, grenzübergreifenden Themenregion der Gebiete Südmährens und Niederösterreichs nördlich der Donau (Weinviertel), die auf der - in der Öffentlichkeit wenig bekannten - römischen Geschichte nördlich der Donau basiert und interaktive (Weit-)Wander- & Radwege entlang der Spuren der römischen Vergangenheit etabliert.
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