Die Mobilität von Geflüchteten war historisch stets ein Element der Lösung für Flüchtlingskrisen

Forschungsprojekt TRAFIG untersucht langandauernde Fluchtsituation in historischer Perspektive

06.04.2020

Wie ein neues im Rahmen des EU geförderten Forschungsprojects "Transnational Figurations of Displacement (TRAFIG)" erarbeitetes Arbeitspapier demonstriert, waren Ansätze, die die Möglichkeit in Drittstaaten umzusiedeln, historisch wichtige Instrumente der Flüchtlingspolitik.

 

""Im gegenwärtigen Kontext, setzen westliche Staaten freilich vor allem darauf, dass Flüchtlinge dort bleiben, wo sie sich gerade befinden, während Erstaufnahmestaaten die Mobilitität von Geflüchteten häufig zusätzlich und oft langfristig beschränken", sagt Albert Kraler (Ass.Prof am Department für Migration und Globalisierung, Donau-Universität Krems), der die Untersuchung historischer langfristiger Fluchtsituationen ("protracted displacement") leitete.

Das im Rahmen des H2020 Forschungsprojekts "Transnational Figurations of Protracted Displacement" von ForscherInnen der Donau-Universität in Zusammenarbeit mit weiteren Projektartnern erarbeitete Papier zeigt, dass die Suche nach Lösungen für sogenannte "Protracted Displacement Situations" - langandauernde Fluchtsituationen die Entwicklung eines international Flüchtlingsregimes seit den Anfängen in den 1920er Jahren wesentlich mitgeprägt hat. Das Papier zeigt weiters konkrete "Lessons learnt" auf, die aus dem Umgang mit vergangenen langandauernden Fluchtsituationen gezogen werden können

In dem dreijährigen Forschungsprojekt TRAFIG (Transnational Figurations of Displacement) wird nach Lösungen für ungeklärte Langzeitfluchtsituationen gesucht. Mag. Dr. Albert Kraler, vom Department für Migration und Globalisierung der Donau-Universität Krems, betreut das seit Jänner 2019 laufende Projekt. TRAFIG versucht aufzuzeigen, welche Strategien Flüchtlinge selbst entwickeln, mit ihrer Situation umzugehen und diese zu bewältigen.

Weitere Informationen finden Sie im Pressebericht und auf der TRAFIG Homepage.

Foto: © trafig.eu

„Die Mobilität von Geflüchteten war historisch stets ein Element der Lösung für Flüchtlingskrisen“

Ass. Prof. Mag. Dr. Albert Kraler

Ass. Prof am Department für Migration und Globalisierung

Factbox

TRANSNATIONAL FIGURATIONS OF DISPLACEMENT (TRAFIG)

  • Koordinator: Bonn International Center for Conversion (BICC)
  • Partner: Addis Ababa University (Äthiopien), Aristoteles-Universität,Thessaloniki (Griechenland), Christian Michelsen Institut (Norwegen), International and European Forum on Migration (Italien), International Centre for Migration Policy Development und Donau-Universität Krems (Österreich), Society for Human Rights and Prisoners’ Aid (SHARP) (Pakistan), Universität Sussex (Großbritannien), Universität Leiden (Niederlande), Yarmouk University (Jordanien), NGO Kwanza (Tansania)
  • Laufzeit: 2019 – 2021, Ein Projekt im Forschungsrahmenprogramm der EU Horizon 2020, gefördert von der EU Kommission
  • Budget: 3,1 Millionen Euro

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