Aktuelle Forschungsprojekte

Td-Lab Sustainable Mineral Resources

Die bisherigen Projekte am Td-Lab Sustainable Mineral Resources behandelten u.a. die Phosphor-Wertschöpfungskette, die Ressourcen-Effizienz sowie den Aufbau einer Rohstoffdatenbank.

 

Phosphor-Wertschöpfungskette

Um das derzeitige System in Bezug auf die Ressource Phosphat verbessern zu können, muss dieses zuerst im Detail verstanden werden. Dieses Verständnis wurde am Td-Lab Sustainable Mineral Resources über bisherige Forschungen zu einer umfassenden Phosphor-Wertschöpfungskette vorangetrieben.

Entwicklung der Aufbereitungseffizienz-Raten

Phosphor wird überwiegend aus Phosphatgestein gewonnen, dessen Vorkommen sich weltweit auf wenige Länder konzentriert. Um die Versorgung mit dieser begrenzten Ressource auch langfristig zu sichern, spielt die Effizienz – und insbesondere die Ressourcen-Effizienz – eine wichtige Rolle. Diese wird anhand der Entwicklung der Aufbereitungseffizienzraten untersucht und illustriert. Eine Data Envelopment Analyse zeigt keine signifikanten Zusammenhänge zwischen der Unternehmensgröße, der Besitzstruktur (staatliche vs. private Unternehmen) und der ökonomischen Effizienz der Unternehmen.

Entwicklung einer Rohstoff-Datenbank

Die Sicherung der globalen Lebensmittelversorgung hängt von vielen Faktoren ab. Entsprechend groß sind die Datenmengen und entsprechend unterschiedlich die zu analysierenden Datenquellen. Nach dem transdisziplinären Ansatz ist es jedoch gerade entscheidend, Daten aus verschiedenen Quellen und Disziplinen zu kombinieren – unter anderem zur Entwicklung von Wirtschaft, Demographie und der Verfügbarkeit von Gütern, Lebensmitteln oder Mineralstoffen. Die Schwierigkeit liegt dabei weniger im Datenzugang als vielmehr in der Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Datenquellen.

Im Rahmen des transdisziplinären Laboratoriums Sustainable Mineral Resources wurde daher eine Datenbank entwickelt, in der die unterschiedlichen Datenquellen zusammengeführt werden - eingebettet in ein State of the art-Webframework und mit Schnittstellen zu gängiger Software (beispielsweise MS Excel und Tableau).

Erste Analysen lieferten vielversprechende Resultate, die in derzeitigen und künftigen Publikationen sowie im Rahmen von laufenden Forschungsprojekten und für weitere Anträge verwertet werden. Die folgenden Grafiken greifen beispielhaft einige Analyseergebnisse heraus: So ergaben Analysen keine Zunahme der Pro-Kopf-Produktion von Rindfleisch; in Bezug auf die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche zeigte sich - bezogen auf den Zuwachs der globalen Bevölkerung - nur ein sehr geringer Zuwachs. Für die USA konnte die Intensity-of-use-Hypothese, wonach die Intensität der Rohstoffnutzung beim Übergang in die Dienstleistungsgesellschaft abnimmt, verifiziert werden; für Brasilien scheint ein ähnlicher Verlauf für die Zukunft vorstellbar.

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