Wirtschaftliche und politische Entwicklung im ländlichen Raum
Trotz seiner vielfältigen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Funktionen, Stärken und Potenziale, sieht sich der ländliche Raum einer Reihe von Problemlagen gegenüber. Dieses spezifische Spannungsfeld stellt eine besondere Herausforderung dar, die sich aufgrund der fortschreitenden Europäisierung und Globalisierung und des damit einhergehenden „Wettbewerbs der Regionen“ voraussichtlich weiter verstärken wird. Daher gebührt dem ländlichen Raum eine erhöhte wissenschaftliche und gesellschaftliche Aufmerksamkeit.
Das Projekt ECOnet etabliert eine internationale, inter- und transdisziplinäre sowie interuniversitäre Forschungs- und Lehrkooperation zur wirtschaftlichen und politischen Entwicklung im ländlichen Raum. Ziel ist es, exzellentes wissenschaftliches Wissen zu generieren und gleichzeitig praxisrelevante, anwendungsorientierte Expertise bereitzustellen.
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N E W S
Kommunale Perspektiven / Band 1: Demografie
Hg.: Hans Braun, Peter Filzmaier, Daniela Ingruber, Hannes Pressl, Michael Zimper
Als die Idee entstand, eine Buchreihe und mehrteilige Online-Publikation zu Themen aufzubereiten, die die Gemeinden betreffen, wurde rasch klar, dass sich als Einstieg das Thema „Demografie“ besonders eignet. Der ländliche Raum stirbt nicht aus, aber er wird älter. In einzelnen Bezirken wird sich bis zum Jahr 2050 die Zahl der über 60-Jährigen verdoppeln. Bis zu 50 Prozent der 16- bis 29-Jährigen planen hingegen, in den nächsten fünf Jahren in eine Stadt zu ziehen. Dadurch ergeben sich naturgemäß große Aufgaben etwa in den Bereichen Gesundheitsversorgung und Pflege. Dennoch sind es die Gemeinden, die im Zuge politischer Diskussionen auf nationaler Ebene bzw. auch im Diskurs von Bund und Ländern oft überhört werden. Der Gemeindebund trägt dazu bei, dass Letzteres nicht mehr zutrifft.
Damit rücken Themen in den Fokus, die auch wir in unserem Projekt „ECOnet“ zur Zukunft ländlicher Räume an der Universität für Weiterbildung Krems und am Institut für Strategieanalysen aus wissenschaftlicher Perspektive beleuchten. Wissenschaft darf jedoch nicht im viel zitierten Elfenbeinturm verbleiben, sondern soll sowohl Praxisbezug aufweisen als auch sich selbst dem öffentlichen Diskurs stellen. Umso mehr freut es uns, dass wir mit dem Gemeindebund und dem Kommunalverlag mit kommunal.at dafür Partner gefunden haben. Uns eint der Standpunkt, das Thema Regionen und Gemeinden als zentrale gesellschaftliche Zukunftsfrage zu sehen.
Im vorliegenden Band geht es u.a. um das Älterwerden und die damit verknüpften Herausforderungen, mit denen sich die Gemeinden immer stärker beschäftigen müssen. Dazu gehören Anliegen von Pflege bis Wohnraum – aber auch das partizipative Miteinander, und nicht zuletzt die Finanzen. Gerade hier kommt in den nächsten Jahren einiges auf die Gemeinden zu. All diese Themen beeinflussen die Gemeindepolitik. Hinzu kommen die Erwartungen und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger, die recht konkrete Vorstellungen davon haben, wie sie leben möchten und wer dafür zuständig sein soll, dies umzusetzen. Deren Anliegen sollten der Maßstab sein. Einige der Autor:innen sind: Christoph Badelt, Vera Maria Gallistl, Bernhard Grossmann, Wolfgang Mazal, Martin Schenk, Natalia Wächter und einige mehr.
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