Seminar 1: Jesuitenraum, Ignaz Seipel-Platz 1, 1010 Wien
(U3 Station Stubentor)
Seminare 2-4: Erzdiözese Wien, Stephansplatz 6, 1010 Wien (U3 Station Stephansplatz)
Durchgang VI: Sommersemester 2026 – Wintersemester 2026/2027
Details
Die Seminarreihe bietet eine grundlegende Einführung in die Problematik des globalen Klimawandels und den aktuellen Sachstand aus Sicht der Klimawissenschaften und der Klimapolitik. Es handelt sich um ein niederschwelligen Weiterbildungsangebot (berufsbegleitend möglich; keine Prüfungen). Im Zentrum steht die Frage nach Klimagerechtigkeit, also nach der ethischen Dimension der Klimakrise, und Aspekten des sozial-ökologischen Umbaus.
Der Klimanotstand wirft gravierende moralische Fragen auf, vor allem aufgrund der Asymmetrie zwischen den Hauptverursachern der Treibhausgasemissionen (reiche Länder des Nordens) und den derzeit Hauptbetroffenen der Erderhitzung und ihrer katastrophalen Folgen: nämlich arme Menschen, Frauen, Kinder, indigene Völker in Ländern des globalen Südens, die für die Folgen des Klimawandels besonders verletzlich sind. Aber auch in reichen Ländern wie Österreich ist die Betroffenheit durch die Folgen der Klimakrise sozial ungleich verteilt, treffen sie Angehörige der Arbeiterschicht (z.B. Bauarbeiter) und sozial schwächere Gruppen stärker, z.B. Personen, deren Wohnung von Hitze stärker betroffen ist.
Themen:
- naturwissenschaftliche Grundlagen auf Basis des jüngsten Sachstands-Berichts des Weltklimarats (IPCC, AR6);
- Folgen des Klimawandels und Anpassung: Länderbeispiele aus dem globalen Süden (Nigeria, Sudan)
- zentrale Fragen der Klimaethik und Klimagerechtigkeit, u.a. menschenrechtliche Perspektiven
- Aspekte von Klimaungerechtigkeit in Österreich: Klimakrise und Armut
- Klimapolitik auf internationaler, europäischer und österreichischer Ebene: aktueller Stand
- zivilgesellschaftliches Engagement für Klimaschutz
- politisches Engagement und individuelle Resilienz
- sozial-ökologische Transformation, u.a. transformative Methoden und Ansätze (Theorie U u.a.)
Neben der Vermittlung von aktuellem wissenschaftlichem Wissen geht es um den persönlichen Austausch, Vernetzung und gegenseitige Ermutigung zum Handeln der Teilnehmenden aus verschiedenen Bereichen.
Facts
Veranstalter: Universität für Weiterbildung Krems, Plattform für Nachhaltige Entwicklung (SDGs)
Kooperationspartner: Allianz für Klimagerechtigkeit | Katholische Aktion Wien | Konferenz der Kirchlichen Umweltbeauftragten Österreichs | Ökumenischer Rat der Kirchen Österreich
Ort: Jesuitenraum, Ignaz Seipel-Platz 1, 1010 Wien (U3 Station Stubentor)
Leitung: PD Mag Dr. Ernst Fürlinger, Plattform für Nachhaltige Entwicklung (SDGs), Universität für Weiterbildung Krems (UWK)
ECTS: Erwerb von 6 ECTS für Studierende ist möglich; vollständige Teilnahme und schriftliche Abschlussarbeit (15 Seiten).
Dauer: vier zweitägige Seminare, jeweils 9.00 – 17.00 Uhr. Der Lehrgang ist aufbauend und kann nur als ganzer besucht werden.
Termine:
20. - 21. Mai 2026: Seminar 1 – Klimawissenschaftliche Grundlagen - Ort: Jesuitenraum, Ignaz Seipel-Platz 1, 1010 Wien (U3 Station Stubentor)
23. - 24. Juni 2026: Seminar 2 – Klimagerechtigkeit - Ort: Erzdiözese Wien, Stephansplatz 6, 1010 Wien (U3 Station Stephansplatz)
14. - 15. Oktober 2026: Seminar 3 - Klimapolitik - Ort: Erzdiözese Wien, Stephansplatz 6, 1010 Wien (U3 Station Stephansplatz)
11. - 12. Jänner 2027: Seminar 4 – sozial-ökologischer Umbau - Ort: Erzdiözese Wien, Stephansplatz 6, 1010 Wien (U3 Station Stephansplatz)
Form: Präsenz
Sprache: Deutsch; drei Vorträge in Englisch, bei Bedarf mit Übersetzung
Teilnahmegebühr: € 480,00 für vier Seminare (inkl. Unterlagen; ohne Mittagessen). Es werden einige Stipendien im Wert von jeweils € 250,00 an junge Menschen (Studierende, Lehrlinge, Klima-AktivistInnen, …) und Menschen mit geringem Einkommen vergeben. Anfragen mit Begründung an: ernst.fuerlinger@donau-uni.ac.at)
Übernachtungsmöglichkeit: zB JUFA Hotel Wien City, Mautner-Markhof-Gasse 50, 1110 Wien, Telefon: 057 / 083 700
Grundlegende Literatur: Dominic Roser/ Christian Seidel: Klimaethik (2015); Friederike Otto: Klimaungerechtigkeit (2023).
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