Kunst im Öffentlichen Raum

Skulptur Kristalmantel
©
Walter Skokanitsch

Tony Cragg

Skulptur "Kristallmantel" (1995)

Vor der Universitätsbibliothek

 

Die Arbeit befindet sich in einem ungewöhnlichen Zwischenbereich von Natur und Kunst. Einerseits in der ursprünglich vorgefundenen, andererseits in der im Verlauf der Menschheitsgeschichte gestalteten Umwelt. Dabei geht der Künstler oft von Fundstücken aus, z.B. Steinen, Laborgeräten, Flaschen. Diese werden oft in Material und Größe verändert und zu Skulpturen entwickelt. Durch diesen Eingriff ergibt sich eine Spannung zwischen dem, was schon existiert und dem, was sich zufällig "ergibt". Der Zufall ist auch durch den technisch-handwerklichen Prozess bei der Formgebung miteinbezogen. Dadurch kommt es zu überraschenden, verblüffenden Ergebnissen. Bei der Arbeit "Kristallmantel" wurde ein Riesenbrocken Kalkstein aus dem Steinbruch Meidling bei Krems in einfachster Weise bearbeitet, er wurde systematisch durchbohrt. Dieser schwere Steinbrocken ist in seiner Form völlig in sich geschlossen, ist Eingeweide unserer Natur. Durch die systematische Durchbohrung entsteht unter Beibehaltung der äußeren Kontur eine neue Struktur, ein fragil erscheinendes, bizarres Gebilde. Masse geht dabei verloren, mit ihr das Eingeschlossene, Verborgene, das Mysterium des Brockens. Durch diesen künstlerischen Eingriff werden neue, rätselhafte Einblicke freigelegt und Erkenntnisse gewonnen, die den Betrachter von seinem vermeintlich festen Standpunkt entfernen.

Gerda Lampalzer

Medieninstallation "Translation" (2008)

Altbau, 2. Stock, Foyer im Mitteltrakt

 

Inspirierende Idee für das Projekt TRANSLATION war die Vorstellung, dass in jeder Sprache eine andere verborgen sein könnte. Zur Überprüfung dieser Möglichkeit wurden vier Personen in ihren Muttersprachen (russisch, japanisch, spanisch, englisch) mit Video aufgenommen, die Passagen in kleinste Einheiten zerlegt und wieder neu zusammengesetzt. Das Ergebnis waren deutsche Texte mit völlig neuer Bedeutung. Diese nun künstlichen Texte wurden zu einer vierkanaligen Installation choreografiert. Der Rhythmus folgt dabei eher musikalischen als semantischen Gesetzen, wodurch sich eine surreale Poesie ergibt, in der auch das utopische Moment des Verfahrens liegt: Das Spiel mit einer universalen Sprache, mit der Relativität bedeutungsvollen Sprechens.
Die mehrfach ausgezeichnet Medieninstallation wurde im Frühjahr 2008 im Beisein der Wiener Künstlerin offiziell an die Donau-Universität Krems übergeben und eröffnet.

Licht-Installation
©
Andrea Reischer

Heinz Gappmayr

Licht-Installation (2004/2007)

Altbau, Stiegenaufgang im Mitteltrakt

 

Die Leuchtstoffröhren-Installation zieht sich durch den gesamten Stiegenaufgang im Mitteltrakt des Altbaus. Gewählt wurde eine logische Struktur, die sofort zu erfassen ist, sich zugleich aber auf elementare und universelle Aspekte der Wahrnehmung bezieht.
Die Anordnung der Lichtquellen, die auf den Wandflächen zwischen den Stockwerken – auf dem Weg zur jeweils nächsten Etage – angebracht sind, ergibt eine Progression von Senkrechten und Waagrechten. Als künstlerisches Leitsystem zeigt die Anzahl der Leuchtstoffröhren an, welcher Ebene man sich gerade nähert.
Senkrecht und waagrecht sind extreme räumliche Gegensätze. Dieser nicht zu steigernde Kontrast der Ausdehnungen im Raum bildet das Thema der Installation.

Katharina Grosse

Wandmalerei Stiegenhaus (2006)

Altbau, Stiegenaufgang im Osttrakt

 

Ende August 2006 entstand an der Donau-Universität Krems ein neues Kunstwerk im Stiegenaufgang des Osttrakts. Wie bei früheren Installationen arbeitete die Malerin Katharina Grosse mit schillernden Acrylfarben, die sie mit einer Pistole aufsprüht. Wie ein Strom von Flüssigkeit scheint die Farbe vom Dach in den Keller zu fließen. Durch den Kontrast von bemalter und weißer Wandfläche ist dieses Werk das ideale Gegenstück zur Verkleidung des Stiegenhauses im Westtrakt.

Wandinstallation Stiegenhaus
©
Walter Skokanitsch

Peter Kogler/Marcus Geiger

Wandinstallation Stiegenhaus (2000)

Altbau, Stiegenaufgang im Westtrakt

 

Die Wandinstallation im Westtrakt der Donau-Universität Krems realisierten Peter Kogler und Marcus Geiger im Zusammenhang mit der Eröffnung der Abteilung für Kulturwissenschaften. Sie besteht aus dem "Motiv" der Blase als biomorpher Form, die sich labyrinthisch durch den gesamten Stiegenhausraum zieht. Die Installation ist in Korrespondenz mit der Stiegenhausinstallation von Peter Kogler in der Kunsthalle Krems zu sehen.

Wandinstallation Damnation of Faust
©
Donau-Universität Krems

Dara Birnbaum

Wandinstallation: "Damnation of Faust" (1984)

Altbau, 1. Stock, Foyer im Mitteltrakt

 

Die Wandinstallation Damnation of Faust der New Yorker Medienkünstlerin im Mitteltrakt (Foyer, 1.Stock) hinterfragt und verfremdet alltägliche Bilder und nähert sich über die Beschäftigung mit dem Faust-Mythos unseren Vorstellungen von verlorener Unschuld. Dara Birnbaum befasst sich konsequent mit den Ausdrucksformen und Wirkungsweisen von Massenmedien und der Darstellung von Frauen in diesem Bereich.

Kinetischer Brunnen
©
Walter Skokanitsch

Günter Wolfsberger

Kinetischer Brunnen: "Lisboa" (2000)

Altbau, Foyer im Erdgeschoss

 

Der interaktive Kinetische Brunnen, der 1998 auf der Weltausstellung in Lissabon präsentiert wurde, liegt im Eingangsbereich der Universität. Er nützt das Zusammenspiel von Luft und Wasser und wird von Passanten aktiviert. Sobald man sich dem Brunnen nähert, versetzt ein versteckter Mechanismus das Wasser in Schwingungen. Die Installation soll Vorbeigehende zu einem Augenblick der Entspannung einladen, ähnlich wie bewegtes Wasser am Ufer eines Baches.

Teppiche
©
Walter Skokanitsch

Iris Andraschek/Hubert Lobnig

Life between Buildings – Lebensbaum und Kalaschnikow (2005)

Forum Campus Krems (zwischen Alt- und Neubau)

 

Am Forum Campus Krems, dem zentralen Platz des Geländes, wurden nach historischen und aktuellen Vorlagen 21 Teppiche in den Beton und Rasen intarsiert. Sie sind in Mosaiktechnik gefertigt und bestehen aus 1,2 Millionen Steinchen. Damit werden imaginäre, kommunikative Orte geschaffen, die das Forum strukturieren und einladen, es als Treffpunkt und Aufenthaltsort zu benützen.

Peanutz Architekten

LOOPs (2005)

Haupteingang Altbau

 

Die "Peanutz Architekten" aus Berlin gingen bei der Gestaltung des Haupteingangs der Universität von bandartige Strukturen aus. Neue Bänder wurden hinzugefügt, zu einem 18 Meter hohen Zeichen aufgerollt und mit einer Wasserfläche verbunden. Diese Methode entstammt dem zentralen Werkbegriff der Künstler, dem „Tuning“. Das Werk soll die bestehenden Codierungen des Ortes aufbrechen und „semantisch reloaden“.

Lucia Figueroa - Anzug des Ikarus
©
Donau-Universität Krems

Lucia Figueroa

Hemd des Ikarus (2004)

Foyer der Bibliothek

Die Skulptur entstand während Lucia Figueroas Aufenthalt als "Artist in Residence" an der Donau-Universität Krems im Herbst 2004 und ist - wie viele ihrer Arbeiten - aus Papier gefertigt, das einem speziellen Verfahren unterzogen wird.

Auf vielfältige Wiese thematisiert Lucia Figueroa in ihren Objekten aus Terrakotta und Papier die Spannung zwischen Unterdrückung und Befreiung, Erstarrung und Bewegung, Flüchten oder Standhalten. Dafür hat sie einen begrenzten Vorrat an Zeichen und Chiffren entwickelt, mit dem sie ihren eigenen Kosmos erschafft.

Ihre Darstellung des menschlichen Körpers sind Ergebnisser einer subjektiven Innenweltvermessung und zeugen von dem Versuch, Sehnsüchte und Traume zu kartografieren.

Kunstwerke

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