11.06.2018

Anlässlich einer Tagung für LeiterInnen und ProgrammplanerInnen der Österreichischen Volkshochschulen besuchten die TeilnehmerInnen die Donau-Universität Krems. Im Mittelpunkt des Besuches stand dabei ein Vortrag von Univ.-Prof. Dr. phil. habil. Monika Kil über „Insights der wissenschaftlichen Weiterbildungsforschung“.

Unter dem Titel „MOOC, Facebook, Webinar und Co.: Risiko oder Chance für die Volkshochschulen?“ trafen sich vom 6. bis 8. Juni 2018 LeiterInnen und ProgrammplanerInnen der Österreichischen Volkshochschulen in Krems zu einer Fachtagung. Im Zuge der Veranstaltung besuchten die TeilnehmerInnen auch die Donau-Universität Krems. Neben einer Campus-Führung und einer ausführlichen Vorstellung der Universität, stand im Zentrum des Besuches ein Vortrag von Monika Kil, Universitätsprofessorin für Weiterbildungsforschung und Bildungsmanagement, über „Insights der wissenschaftlichen Weiterbildungsforschung“.

Weiterbildung als Antwort auf gesellschaftliche Herausforderungen
In ihrem Vortrag skizzierte Monika Kil die immanente Bedeutung von Weiterbildung vor dem Hintergrund zentraler Herausforderungen der Gegenwart wie den Erfordernissen der Wissensgesellschaft, den Umgang mit einer alternden Gesellschaft sowie den Risiken und Chancen der fortschreitenden Digitalisierung. Im Folgenden stellte sie in ihrem Vortrag einige aktuelle Forschungsprojekte und Ergebnisse der Weiterbildungsforschung vor, die die positiven Auswirkungen des Lebenslangen Lernens belegen. Dabei verwies Monika Kil nicht nur auf betriebs- und volkswirtschaftliche Aspekte, sondern nahm vor allem den gesamtgesellschaftlichen und individuellen Nutzen von Weiterbildung in den Fokus: Dazu zählen exemplarisch die positiven gesundheitlichen Auswirkungen von Bildung, die persönliche Entwicklung und die Förderung sozialer Inklusion.

Weiterbildungsforschung als ein Fundament der Wissensgesellschaft
Um den vielfältigen Ansprüchen an Weiterbildungsmaßnahmen gerecht zu werden, bedarf es wissenschaftlicher Fundierung, die aus empirischen Erkenntnissen der Weiterbildungsforschung generiert wird. Daher braucht es einen sukzessiven Ausbau der empirischen Weiterbildungsforschung, um sich mit den vielschichtigen Phänomenen des Lebenslangen Lernens wissenschaftlich auseinandersetzen zu können. Fragen der zukunftsweisenden Erwerbsintegration durch Höherqualifizierung, der Nachqualifizierung aufgrund technologischer Veränderungen, der Bearbeitung von Generationenkonflikten mittels intergenerationeller Studien, der Erhöhung von vertikaler und horizontaler Durchlässigkeit und der Auswirkungen der Biografie auf die Bildungskarriere bilden dabei zentrale zu bearbeitende Themen des Forschungsschwerpunktes „Bildungsforschung und Lifelong Learning“ an der Donau-Universität Krems.

Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis
„Um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in die Weiterbildung zu transferieren, braucht es einen kontinuierlichen Austausch zwischen Praxis und Forschung. Daher freut mich der Austausch mit den Volkshochschulleiterinnen und Volkshochschulleitern und der Universität für Weiterbildung im besonderen Maße, denn die Volkshochschulen sind mit ihrer Vielzahl von Weiterbildungsteilnahmen von enormen Wert für die Gesellschaft“, so Monika Kil, Leiterin des Departments für Weiterbildungsforschung und Bildungsmanagement.

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