Internationale Forschungskooperation für mehr Evidenz

An der Donau-Universität Krems fand ein internationales Treffen zur Förderung evidenzbasierter klinischer Forschung statt

26.02.2020

ForscherInnen aus acht Ländern kamen am 24. und 25. Februar am Department für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation zusammen, um die Effizienz bei der Erstellung von systematischen Übersichtsarbeiten für die klinische Forschung voranzutreiben. Die Forschungsgruppe ist Teil eines vierjährigen EU-Projekts mit mehr als 100 Beteiligten.

Forschung baut auf Forschung auf – so zumindest der Idealzustand. In der Realität sieht es oft anders aus, denn Studien werden oft ohne die bisherige Studienlage systematisch aufzuarbeiten geplant und durchgeführt. Ein Forschungsteam investiert dann womöglich Zeit und Geld in Fragestellungen, die schon erforscht sind oder für die vorherige Forschung bereits aufgezeigt hat, dass sich eine Herangehensweise nicht lohnt.

Um dies zu verhindern, fördert die EU im Zuge der Förderschiene European Cooperation in Science and Technology (COST) die internationale Zusammenarbeit zum Themengebiet „Evidenzbasierung in der klinischen Forschung“ (EVBRES, evidence-based research). Evidenzbasierte klinische Forschung bedeutet die systematische Aufarbeitung des Forschungsfeldes bevor die eigene Studie durchgeführt wird. Das heißt, das Forschungsteam sucht vorab nach systematischen Übersichtsarbeiten oder führt selbst eine durch.

Lösungen gemeinsam erarbeiten

Mehr als 100 KooperationspartnerInnen aus 37 Ländern sind Teil des Netzwerks und befassen sich mit der Entwicklung von Trainingsmaterial zur Förderung von evidenzbasierter Forschung sowie mit Methoden zur Steigerung der Effizienz bei der Erstellung von systematischen Übersichtsarbeiten.

Das Department für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation vertritt Österreich in diesem Netzwerk und beteiligt sich in erster Linie an der Methodenentwicklung zur Steigerung der Effizienz bei der Erstellung von Systematischen Übersichtsarbeiten. Dr. Barbara Nußbaumer-Streit leitet eine von vier Arbeitsgruppen und gestaltet die inhaltliche Ausrichtung der COST-Action als Core-Group Mitglied mit. Die Zusammenarbeit des Netzwerks startete im Oktober 2018 und ist bis Sommer 2022 geplant.

„Das Ziel dieser Arbeitsgruppe ist zu eruieren, welche Schritte bei der Erstellung einer systematischen Übersichtsarbeit effizienter gestaltet werden sollen und mit welchen Methoden das am besten erreicht werden kann. Bei diesem Treffen haben wir an einem Scoping Review gearbeitet, der aufzeigen wird in welche Schritte aktuell die meisten Ressourcen einfließen. Ebenso haben wir Interviews für eine qualitative Studie zum Thema vorbereitet“, so die Expertin für evidenzbasierte Medizin, Barbara Nußbaumer-Streit.

Beim Treffen in Krems waren ForscherInnen aus Spanien, Portugal, Israel, Bosnien, Rumänien, Russland, Niederlande und Österreich vertreten, internationale Vernetzung wird großgeschrieben. In diesem Sinne verbringt Lisa Affengruber, MSc Mitarbeiterin am Department für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation, die nächsten zwei Wochen in den Niederlanden um im Rahmen der COST-Action an der Optimierung der Erstellung von systematischen Übersichtsarbeiten zu forschen.

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