Beschreibung

Forschungsansatz: Wenn der Betrieb von Wohngebäuden im Jahr 2040 klimaneutral und gleichzeitig auch leistbar sein soll, dann muss sich die Baubranche auch in heutigen gemäßigten Klimazonen bereits jetzt verstärkt dem Kühlfall widmen. Aufgrund ihrer langen Nutzungsdauer müssen Gebäude besonders anpassungs- und zukunftsfähig konzipiert werden, womit eine klimaresiliente Planung unter Berücksichtigung valider Klimaprognosen unabdingbar ist. Das Potenzial passiver Maßnahmen soll im vorliegenden Projekt für unterschiedliche Wohngebäude aufgezeigt und mit Beispielen hinterlegt werden. Der Fokus des Projekts liegt im Bereich des Geschoßwohnbaus, wobei für die Studie verbreitete Wohngebäudetypologien aus Salzburg und Niederösterreich herangezogen werden. Erst in einem nächsten Schritt ist zu untersuchen, wie die verbleibende Kühllast unter Verwendung passiver Kühlmaßnahmen weiter reduziert werden kann (z.B. Nachtlüftung, free cooling etc.). Erst wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, sollte unter Verwendung energieeffizienter Technologien und der Nutzung von natürlichen Umgebungstemperaturen (z.B. Erdreich) aktiv gekühlt werden. Neben ökologischen und ökonomischen Kriterien werden dabei auch umweltrelevante Aspekte wie Lärm- und Abwärmeentwicklung bewertet. Die energetische Beurteilung erfolgt anhand umfassender thermodynamischer Gebäudesimulationen. Grundlage für die Berechnung stellt eine Status-Quo Erhebung unterschiedlicher vorhandener, als auch in Entwicklung befindlicher Lösungsansätze dar. Angestrebte Ergebnisse: Auf Basis der Berechnungsergebnisse wird schlussendlich sowohl ein Werkzeug für die Planung als auch für die Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung entwickelt. Die zu entwickelnde Planungsgrundlage zeigt das Potenzial geeigneter Kühlstrategien auf und bewertet deren Wirksamkeit und Nachhaltigkeit im Hinblick auf zukünftige Klimaszenarien. Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zur zukunftsfähigen Gebäudeplanung (Neubau und Bestandssanierung) und soll Unternehmen, Planungsschaffende sowie den öffentlichen Bereich auf die durch den Klimawandel verursachten Veränderungen im Wohnungsbau vorbereiten. Zudem sollen wichtige Forschungs- und Innovationsfelder im Bereich der Gebäudekühlung aufgezeigt werden. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des Projektes dem im Sommer 2019 gestarteten internationalen IEA EBC Annex 80 zur Verfügung gestellt und leisten einen Beitrag zum Subtask A zur Bewertung belastbarer Kühllösungen für das alpine und mitteleuropäische Klima (operating agent: DI Dr. Peter Holzer, Institute of Building Research & Innovation). Forschungsziele: • Erstellen einer Planungsgrundlage für die Potenzialerhebung klimagerechter Architektur und Maßnahmen sowie der Entscheidungsfindung passiver und aktiver Kühlmaßnahmen im mehrgeschoßigen Wohnungsbau • Aufzeigen von Zukunftsmärkten und wichtigen Handlungsfeldern im Themenbereich Gebäudekühlung • Schaffen von technischen Grundlagen zur Bewertung sommerlicher Behaglichkeit in Wohngebäuden für die Implementierung in Normen und Richtlinien

Details

Projektzeitraum 01.01.2021 - 30.04.2023
Fördergeber Bundesländer (inkl. deren Stiftungen und Einrichtungen)
Department

Department für Bauen und Umwelt

Zentrum für Bauklimatik und Gebäudetechnik

Projekt­verantwortung (Universität für Weiterbildung Krems) Dipl.-Ing. Markus Winkler
Projekt­mitarbeit Dipl.-Ing. Martin Stejskal-Ripka Ing. Klaus Winiwarter
Projektwebsite https://www.donau-uni.ac.at/de/universitaet/fakultaeten/bildung-kunst-architektur/departments/bauen-umwelt/forschung/projekte/cool-buildings.html
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