Prospektivbericht über die Zukunft des nicht-formalen und informellen Lernens

Auf dem Weg zu Ökosystemen für lebensbegleitendes Lernen

19.11.2020

Eine zentrale Herausforderung für unsere Gesellschaft besteht darin, wie wir Lernen und Bildung im Kontext der sich rasch wandelnden technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen betrachten und organisieren. Um auf diese Herausforderung zu reagieren, haben die Europäische Kommission und die DG Bildung, Jugend, Sport und Kultur (EAC) eine Debatte initiiert, um neue, zukunftsweisende politische Ideen zu entwickeln. Dabei ist eine wichtige Entwicklung im Bildungsbereich, die durch verschiedene Triebkräfte ausgelöst wurde, die wachsende Bedeutung des nicht-formalen und informellen Lernens. Solche Formen des Lernens finden in der Regel freiwillig in Situationen des realen Lebens und oft durch Peer-Interaktionen und partizipatorische Ansätze statt. Darüber hinaus kann bei der Arbeit und in der Freizeit nicht-formales und informelles Lernen beobachten. Ebenso sind arbeits- und karriereorientiertes Lernen, Höherqualifizierung und Umschulung am Arbeitsplatz sowie Lernen für die persönliche Entwicklung häufig mit informellen, flexiblen und kooperativen Lernformen verbunden.

Gleichzeitig können wir beobachten, dass die Grenzen zwischen formalem, nicht-formalem und informellem Lernen verschwimmen. Die Digitalisierung unterstützt diese Entwicklung, indem sie ein flexibleres Angebot von Online-Kursen ermöglicht und das Peer-Learning unter Lernenden mit unterschiedlichem Hintergrund fördert. Auf europäischer Ebene wurden in den letzten 15 Jahren mehrere Initiativen gestartet, um nicht-formales und informelles Lernen zu unterstützen und seine Validierung und Anerkennung zu fördern. Der Europäische Qualifikationsrahmen, der Europass und das Modell des Validierungsprozesses für nicht-formales und informelles Lernen (Identifizierung, Dokumentation, Bewertung, Zertifizierung) können hier als wichtige Meilensteine genannt werden. Um eine Vision für die Zukunft des nicht-formalen und informellen Lernens zu entwickeln, wurden in dieser Studie die wichtigsten Trends und Triebkräfte für die verschiedenen Lernformen ermittelt. Diese Trends wurden durch eine Online-Umfrage unter rund 200 Expertinnen und Experten aus verschiedenen Sektoren und Ländern bewertet. Auf der Grundlage der Ergebnisse ihrer Bewertung wurden drei Szenarien und ihre entsprechenden Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft, Bildungssysteme und Politik entwickelt und in diesem Bericht diskutiert.

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