02.04.2026

Zu einem sammlungswissenschaftlichen Fachgespräch mit internationalen Expert_innen lud das Zentrum für Museale Sammlungswissenschaften von 30. bis 31. März 2026 in das Benediktinerstift Seitenstetten, um dessen „Naturalienkabinett“ aus dem 18. Jahrhundert als historischen Sammlungsort vorzustellen.

Unter der Leitung von Dr. Sandra Sam (Universität für Weiterbildung Krems) befasst sich seit Frühjahr 2025 ein Projektteam des Zentrums für Museale Sammlungswissenschaften und der Landessammlungen Niederösterreich mit der Einrichtung des „Naturalienkabinetts“. Unter Einbeziehung externer Kunsthistoriker und in enger Kooperation mit wissenschaftlichen Kräften des Stiftes gilt es, den Sammlungsort in seiner materiellen, räumlichen, historischen und sammlungswissenschaftlichen Dimension interdisziplinär zu erfassen, zu dokumentieren und langfristig zu bewahren. In der aktuellen Projektphase liegt der Fokus auf der Dokumentation des gegenwärtigen Zustandes unter der Prämisse historischer Kontextualisierung. Das Projekt „Sammlungswissenschaftliche Erforschung des Naturalienkabinetts im niederösterreichischen Benediktinerstift Seitenstetten“ wird vom Bundesdenkmalamt, Landeskonservatorat Niederösterreich, begleitet.

Zentrales Anliegen des zweitägigen Fachgesprächs war es, erste Ergebnisse zu präsentieren, aber auch den bisherigen Forschungsstand zu den Seitenstettner Sammlungräumen in Diskurs zu bringen. Als Vortragende firmierten – in chronologischer Reihung – Sandra Sam, Pater Benedikt Resch, Mathias Weis, Claudia Rapberger, Eleonora Weixelbaumer, Isabella Gmeindl, Andreas Gamerith sowie Michael Bohr. Das ausgewählte Fachpublikum aus dem deutschsprachigen Raum brachte sich äußerst konstruktiv in die Diskussion ein.

Die Gäste zeigten sich zudem beeindruckt von Architektur, Ausstattung und Sammlungen von Stift Seitenstetten, das im Zuge von „GEHsprächen“ gemeinsam erkundet wurde. Die Bereitschaft zur institutionenübergreifenden Zusammenarbeit wurde bei dem Treffen explizit zum Ausdruck gebracht. Aus diesem Zusammenwirken kann die Bedeutung von Stiften und Klöstern als Orte des Sammelns und   des Bewahrens von Wissen zukünftig stärker in den Fokus gerückt werden.

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