Niederösterreichische Museen als Motor der Wissenslandschaft

Das Projekt „MuseumsMenschen“ der Donau-Universität Krems erforscht die Gründungsgeschichte von zehn niederösterreichischen Stadtmuseen und ihre Bedeutung für die Wissenschaftsgeschichte.

27.04.2018

Rund 750 Museen und Sammlungen gibt es in Niederösterreich. Die Kenntnisse über die Geschichte der im 19. Jahrhundert gegründeten Stadtmuseen zu erweitern steht im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojektes des Departments für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Donau-Universität Krems, das in Kooperation mit dem Museumsmanagement Niederösterreich und den zehn ältesten niederösterreichischen Stadtmuseen durchgeführt wird.

Insgesamt zehn Stadtmuseen stehen im Fokus des Projektes „MuseumsMenschen. Niederösterreichs Stadtmuseen – Museumsgründer und Museumsinitiativen im 19. Jahrhundert“. Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Anja Grebe, Universitätsprofessorin für Kulturgeschichte und Museale Sammlungswissenschaften an der Donau-Universität Krems, wird die Geschichte der Museen sowie ihrer damit verbundenen Akteure in den nächsten zwei Jahren genauer unter die Lupe genommen.

Museale Netzwerke
Parallel zu den in den großen Städten angesiedelten National- sowie Landesmuseen entstanden im 19. Jahrhundert zahlreiche kleinere Stadt- und Regionalmuseen. Darunter gehören die niederösterreichischen Stadtmuseen in Baden (Rollett-Museum, gegründet 1806/10), Wiener Neustadt (gegründet 1824) und Retz (1833) sogar zu den frühesten derartigen Museumsgründungen im deutschsprachigen Raum. Als weitere frühe Gründungen sind das Stadtmuseum Korneuburg, das Stadtmuseum St. Pölten, das Stadtmuseum Melk, das museumkrems, das Krahuletz-Museum Eggenburg, das Zeitbrücke-Museum Gars am Kamp sowie das Stadtmuseum Zwettl beteiligt. Wesentlich an der Projektdurchführung beteiligt ist das Museumsmanagement Niederösterreich, dessen Aufgaben die Entwicklung, Qualifizierung und Vernetzung der niederösterreichischen Museen umfassen.
Neben der institutionellen Geschichte möchte das Kooperationsprojekt auch die daran beteiligten SammlerInnen, InitiatorInnen, KuratorInnen, Vereine, städtischen Träger und BesucherInnen erforschen. Durch die Abbildung der musealen Netzwerke erhoffen sich die WissenschaftlerInnen Einblicke in die überregionalen Verflechtungen der niederösterreichischen Stadtmuseen zu erhalten und somit ihre Bedeutung für die Wissenschafts- und Museumslandschaft in Europa insgesamt zu ergründen.

„Die ersten Nachforschungen haben bereits Erstaunliches zutage gefördert. Viele der in den niederösterreichischen Stadtmuseen wirkenden Akteure hatten entscheidenden Einfluss auf die österreichische Wissenschaft“, so die Projektleiterin Anja Grebe.

Die Ergebnisse des Projektes sollen in einer wissenschaftlichen Publikation, einer Broschüre und einer Web-Applikation zugänglich gemacht werden.

Auftaktveranstaltung
Den offiziellen Auftakt des Kooperationsprojektes „MuseumsMenschen“ bildet eine Kick-off-Veranstaltung am 3. Mai 2018 im Stadtmuseum St. Pölten. Im Rahmen der Veranstaltung wird das zweijährige Forschungsvorhaben, das durch Mittel des FTI-Programms (Forschungs-, Technologie-, Innovationsstrategie) des Landes Niederösterreich gefördert wird, mit seinen einzelnen Forschungsfeldern und Arbeitsbereichen im Detail vorgestellt.

Auftakt zum FTI-Projekt „MuseumsMenschen“
Termin: 03.05.2018
Beginn: 14:00 Uhr
Ort: Stadtmuseum St. Pölten, Prandtauerstraße 2, 3100 St. Pölten


Anmeldung zur Veranstaltung: datenbank@noemuseen.at

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