22.05.2024

Im Rahmen des „Tages der militärischen Infrastruktur“ am 16. Mai 2024 wurde mit der Universität für Weiterbildung Krems die erste Bildungsinstitution als „Partner des Bundesheeres“ ausgezeichnet. Die Partnerschaftsurkunde wurde in der Wiener Stiftskaserne an Rektor Friedrich Faulhammer übergeben. Mit dieser Auszeichnung wird die jahrelange gute Zusammenarbeit mit dem Bundesheer hervorgehoben. Am „Tag der militärischen Infrastruktur“ konnte sich die Universität für Weiterbildung Krems vorstellen.

„Für ihre außergewöhnlichen wehrpolitischen Leistungen und Verdienste um die militärische Landesverteidigung durch Unterstützung des Bundesheeres in seiner Öffentlichkeitsarbeit“ wurde die Universität für Weiterbildung Krems ausgezeichnet. Bei der Überreichung der Urkunde betonte Verteidigungsministerin Mag.a Klaudia Tanner besonders die seit Jahren gepflegte hervorragende Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Bundesheer und den regen Austausch von Erfahrungen und Wissen auf vielen Ebenen. Dieser betreffe sowohl den akademischen Bereich als auch konkrete Fragestellungen im Zusammenhang der Infrastruktur. Mit der Direktion 7, zuständig für die militärische Infrastruktur, gäbe es ein ideales Pendant zur Zusammenarbeit, so Verteidigungsministerin Tanner.

Schwerpunkte Kulturgüterschutz, Heeresimmobilien und Sicherheit

Mag. Friedrich Faulhammer, Rektor der Universität für Weiterbildung Krems, bedankte sich für die Auszeichnung und sieht sie als zusätzlichen Antrieb, die gemeinsame Zusammenarbeit weiter zu intensivieren. Konkret fokussiert die Zusammenarbeit auf drei Bereiche. Im Bereich Kulturgüterschutz kommt es seit Jahren zu einem wertvollen Wissens- und Kompetenztransfer zwischen dem Department für Bauen und Umwelt und dem Research Lab Nachhaltiges Baukulturelles Erbe mit dem Österreichischen Bundesheer. Die im Rahmen des EU-Interreg-Projektes „ProteCHt2Save – Risk assessment and sustainable protection of Cultural Heritage in changing environment” am Zentrum für Kulturgüterschutz von Ass.-Prof.in Mag.a Dr.in Anna Kaiser entwickelten Lösungen zum Schutz des kulturellen Erbes im Katastrophenfall wurden in einer gemeinsamen Katastrophenschutzübung der Universität für Weiterbildung Krems und des Österreichischen Bundesheeres praktisch erprobt. Mitarbeiter_innen des Zentrums für Kulturgüterschutz gewannen neue Perspektiven auf die Fragestellungen durch ihre Teilnahme am „Grundlehrgang Verbindungsoffizier militärischer Kulturgüterschutz“ an der Landesverteidigungsakademie. Im Bereich der Heeresimmobilien wurde mitunter im Rahmen eines Forschungsprojekts ein Konzept für die öffentliche Erschließung einer KZ-Gedenkstätte entwickelt. Da es sich dabei teilweise um Kasernenareal handelt, waren hier einige Herausforderung zu bewältigen. Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung dieser Zusammenarbeit ist Univ.-Prof. Dipl.Arch.ETH Dr. Christian Hanus, FEng der wissenschaftliche Leiter des Research Lab Nachhaltiges Baukulturelles Erbe.

Auch im Sicherheitsbereich gibt es zwischen der Universität für Weiterbildung Krems und dem Österreichischen Bundesheer guten Austausch. Bei der jährlichen Sicherheitskonferenz (SIKO), heuer am 23. Oktober 2024, des Zentrums für Infrastrukturelle Sicherheit wirken Experten und Expertinnen des Bundesheeres mit. So ist beim Thema Künstliche Intelligenz auch der Blickwinkel aus dem Bereich der Cyber Defence ein wesentlicher Fokus. Der Leiter des Zentrums, Assoz. Prof. Mag. Dr. Walter Seböck, MAS MSc, und Mag.a Dr.in Ingeborg Zeller, die wissenschaftliche Leitung der Sicherheitskonferenz, waren bei der Überreichung der Urkunde ebenfalls anwesend.

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