Mit der Publikation „Industriekultur im Dialog. Partizipative Forschung zur Sammlung Lehrwerkstätte der alten Werft“ legt das Zentrum für Kulturen und Technologien des Sammelns an der Universität für Weiterbildung Krems die Ergebnisse eines zweijährigen von der GFF Niederösterreich geförderten Forschungsprojekts vor. Entstanden in Kooperation mit dem Museumsverein Korneuburg, werden die Forschungsergebnisse am 23. Jänner 2026 erstmals im Rahmen einer Buchpräsentation öffentlich präsentiert.
Die ehemalige Schiffswerft Korneuburg prägte seit 1852 das Stadtbild sowie die Identität der Region und zählt zu den bedeutendsten industriekulturellen Stätten Niederösterreichs. Als einst größte Werftanlage Österreichs verfügte sie über internationale Reichweite. Nach der Schließung der Werft gelangten zahlreiche Objekte und Dokumente in das Stadtmuseum Korneuburg, wo sie bis heute nur teilweise wissenschaftlich erschlossen sind.
Geschichte im Dialog zwischen Generationen
Vor diesem Hintergrund verfolgte das Forschungsprojekt einen intergenerativen und dialogbasierten Ansatz. Im Mittelpunkt stand die sammlungswissenschaftliche Erschließung ausgewählter Objekte zur Alten Werft, insbesondere zur Lehrwerkstätte. Ergänzt wurde diese Grundlagenarbeit durch semi-strukturierte Interviews mit Zeitzeug_innen sowie durch Workshops, an denen auch Jugendliche beteiligt waren. Ziel war es, industrielle Arbeits- und Lebenswelten nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftshistorisch zu erfassen und zu kontextualisieren.
Der gewählte Citizen-Science-Zugang ermöglichte es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und biografisches Wissen mit materiellen Zeugnissen der Sammlung zu verbinden. Auf diese Weise eröffnete das Projekt neue Zugänge zur historischen und identitätsstiftenden Bedeutung der Lehrwerkstätte und der Alten Werft für die Stadt Korneuburg.
Forschungsergebnisse in Buchform
Das nun daraus entstandene Buch dokumentiert den Forschungsprozess und die gewonnenen Erkenntnisse. Die Publikation zeigt, wie partizipative Forschung über die Generationen hinweg zur Weiterentwicklung musealer Sammlungen beitragen und neue Perspektiven auf industriekulturelles Erbe eröffnen kann. Die Ergebnisse des Projekts werden damit für weitere Forschung ebenso wie für eine interessierte Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Buchpräsentation findet am 23. Jänner 2026 um 19:00 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses Korneuburg statt. Interessierte können sich unter museum@museumsverein-korneuburg.at vorab anmelden und haben an diesem Abend exklusiv die Möglichkeit, die Publikation in Buchform zum Preis von EUR 15,00 zu erwerben.
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