Beschreibung

Das Fahrrad ist ein gesundes, ökologisch nachhaltiges und leicht zugängliches Verkehrsmittel, das sich auch bei älteren Menschen hoher Beliebtheit erfreut. Leider zeigen aktuelle Unfallstatistiken, dass gerade ältere RadfahrerInnen ein erhöhtes Unfallrisiko mit Verletzungs- und vor allem Todesfolge aufweisen. Altersbedingte körperliche (sehen, hören, Körperkraft, Beweglichkeit, Knochendichte, etc.) und mentale (Aufmerksamkeit, Multitaskingfähigkeit, Ablenkbarkeit, etc.) Veränderungen sind Faktoren, die in schnell ablaufenden, komplexen Verkehrssituationen zu Überforderung und in Folge zu Unfällen führen können. Bisherige Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit waren leider noch nicht ausreichend, um das Unfallrisiko für diese spezielle Zielgruppe wesentlich zu verringern und die Ziele des Verkehrssicherheitsprogramms 2011-2020 zu erreichen. Neueste Forschungsergebnisse der Neurowissenschaften zeigen, dass unser Gehirn trotz altersbedingter Abbauprozesse bis ins hohe Alter lernfähig bleibt. Eine kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ publizierte Studie belegt, dass die Aufmerksamkeitsspanne und Multitaskingfähigkeit (Faktoren die wesentlich zum Unfallgeschehen beitragen) von Älteren, mittels neuropsychologisch fundierter Methoden auf spielerische Art trainierbar sind und sogar wieder die Leistungsfähigkeit von 20-jährigen erreichen können. Dabei ist dieser Trainingseffekt auch 6 Monate nach dem Training noch vorhanden. Ziel dieses Projektes ist, diese Trainingsmethode bei älteren FahrradfahrerInnen anzuwenden und empirisch zu prüfen, ob ein Transfer dieser Leistungsverbesserung auf das Verhalten in kritischen Verkehrssituationen feststellbar ist und dadurch die Verkehrssicherheit erhöht werden kann. Zusätzlich wird erhoben, ob diese Trainingsmethode von den älteren RadfahrerInnen akzeptiert werden würde.

Details

Projektzeitraum 01.02.2015 - 24.12.2015
Fördergeber Bund (Ministerien)
Förderprogramm bmvit
Department

Department für Kunst- und Kulturwissenschaften

Zentrum für Angewandte Spieleforschung

Projekt­verantwortung (Universität für Weiterbildung Krems) Mag. Dr. Alexander Pfeiffer, MBA MA
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