Krenek Digitalisierung

Beschreibung

Ernst Krenek (1900-1991) hat den größten Teil des 20. Jahrhunderts durchlebt und mit einer Vielzahl an Kompositionen und Schriften zum kulturellen Leben seiner Zeit beigetragen. Aus kulturhistorischer, musikhistorischer und kunstpädagogischer Sicht gibt es mehrere Gründe für die Erhaltung und wissenschaftlich fundierte Präsentation der Krenek-Residenz. Nachdem Ernst und Gladys Krenek das Haus ein halbes Jahrhundert als Wohn- und Arbeitsraum nutzten, haben die Persönlichkeiten und idiosynkratischen Bedürfnissen seiner ehemaligen Bewohner Spuren hinterlassen und machen das Hause somit zu einer relevanten Ergänzung des Archivbestandes als eigenständiges biographisches Dokument. Unabhängig vom Wert als biographischen Dokument war das Haus der Ort, an dem Krenek einen großen Teil der Objekte und Dokumente des heutigen Archivs aufbewahrt und genutzt hat und an dem viele seiner eigenen Werke entstanden sind. Als verbindendes Element kann das Haus die Fülle der Materialien im Archiv verständlich machen und einen Kontext für die Interpretation dieser Materialien liefern. So kann das Haus als metaphorischer Brennpunkt für Ernst Krenek's physisches und geistiges Umfeld, seine Gedankenwelt und Kreativität verstanden werden. Das Ziel des Projektes ist die vollständige digitale Dokumentation sowie Erstellung einer präzisen virtuellen Reproduktion der Krenek-Residenz, in der sich Ausstellungs- und Vermittlungsstrategien umsetzen lassen, um es BesucherInnen zu ermöglichen, die digitalisierten Materialien des Krenek Archivs in einer virtuellen Umgebung zu erkunden. Eine Implementierung des Projekts in der Ausstellung und auf der Website des Krenek Instituts ist vorgesehen. Im Rahmen der Forschungskooperation zwischen dem Ernst Krenek Institut, dem Zentrum für Angewandte Spieleforschung und dem Zentrum für Angewandte Musikforschung werden Möglichkeiten zur Digitalisierung der umfangreichen Sammlung erforscht. Das Ziel besteht darin, eine digitale Version der Ernst Krenek Residenz in Palm Springs herzustellen und diese in Form einer interaktiven Virtual Reality (VR) Umgebung zugänglich zu machen. Die virtuelle Rekonstruktion soll repräsentativ für die Zeit sein, in der Ernst und Gladys das Haus als kombinierten Wohn- und Arbeitsraum nutzten. Durch die Integration verschiedener narrativer und interaktiver Elemente, basierend auf zeitgemäßen Konzepten der Game-Design Praxis, wird die virtuelle Residenz nicht nur als Objekt der Visualisierung dienen, sondern auch den BesucherInnen ermöglichen, die Materialien des Archivs selbständig innerhalb der virtuellen Umgebung zu erforschen. Somit dient es als Instrument zur Förderung des Verständnisses für kulturelles Erbe und dessen Kontext. Die virtuelle Residenz wird als adaptierbares Objekt konzipiert, in dem die narrativen und interaktiven Elemente zukünftig erweitert oder verändert werden können, und ist damit auch langfristig ein flexibles Werkzeug für ein breites Spektrum an Bildungs- und Ausstellungsaktivitäten.

Details

Projektzeitraum 25.09.2019 - 01.12.2019
Fördergeber Private (Stiftungen, Vereine etc.)
Department

Department für Kunst- und Kulturwissenschaften

Zentrum für Angewandte Spieleforschung

Projekt­verantwortung (Donau-Universität Krems) Mag. Thomas Wernbacher, MSc MA
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