Was die Geschichte über unternehmerisches Handeln verrät
Sechs historische Persönlichkeiten und ihr innerer Kompass
Welche Dimension ihres inneren Kompasses hat das Handeln von Anna Sacher oder Grete Wiesenthal wohl am stärksten geprägt? Im Rahmen der Blue-Hour-Podiumsdiskussion „Der innere Kompass. Wie Führungspersönlichkeiten Unternehmen im Wandel prägen“ hat das Zentrum für Unternehmerische Nachhaltigkeit dazu ein kleines Experiment gewagt: Anhand der von Dr. Marisa Mühlböck forschungsbasiert entwickelten Typologie unternehmerischen Wohlbefindens haben wir uns in die Schuhe sechs historischer österreichischer Unternehmerpersönlichkeiten versetzt und gefragt, welche von sechs zentralen Handlungsmotivationen ihr Wirken vermutlich am stärksten geprägt hat. Die Zuordnung beruht auf einer fundierten Einschätzung anhand ihrer überlieferten Biografien.
Die sechs Porträts zeigen: Ob Porzellanhändler, Hotelière, Tänzerin, Ingenieur, Managerin oder Kosmetikunternehmerin – über Epochen, Branchen und Lebensrealitäten hinweg lassen sich Antriebskräfte erkennen, die auch heutiges unternehmerisches Handeln prägen. Die sechs Aspekte sind damit keine abstrakten, rein gegenwartsbezogenen Konzepte, sondern wirken zeitlos.
Der Blick zurück als Ausgangspunkt
Das Experiment ist mehr als eine Ergänzung zur Podiumsdiskussion: Es unterstreicht, wie wertvoll der Blick in die Geschichte für ein differenziertes Verständnis von Unternehmertum ist – und dafür, Handlungs- und Potenzialfelder für die Wirtschaft von heute zu identifizieren. Diesem Gedanken wird das Zentrum für Unternehmerische Nachhaltigkeit künftig auch in einem eigenen Forschungsprojekt, das die spezifischen Charakteristika nachhaltigen Wirtschaftens in Österreich vor dem Hintergrund langfristiger wirtschafts- und ideengeschichtlicher Entwicklungen im DACH-Raum untersucht, strukturiert nachgehen.
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