Internationales Symposion für Rechtsinformatik: Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung stark vertreten

Generalthema der Konferenz an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg: „Trends und Communities der Rechtsinformatik“

04.05.2017

Die Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung der Donau-Universität Krems war beim Internationalen Symposion für Rechtsinformatik (IRIS), das heuer bereits zum 20. Mal stattfand, mit insgesamt fünf wissenschaftlichen MitarbeiterInnen vertreten – unter anderem mit Beiträgen zu den Themen Copyright, E-Partizipation, elektronische Rechtsetzung und der Verständlichkeit von Gesetzestexten.

Mag. Michael Sachs vom Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung zeigte in seinem Vortrag Optionen und konkrete Beispiele für eine praxisorientierte Evaluierung von E-Partizipation auf: Von der Definition der Erwartungshaltung, der Erstellung der Evaluierungsmatrix bis hin zur Durchführung der Evaluierung. Besonders wichtig sei es dabei, dass die Indikatoren und Methoden der Evaluierung bereits vor Beginn der E-Partizipation klar wären, so der Forscher der Donau-Universität Krems.

Copyright, Blockchain, Datenschutz
Univ.-Prof. Dr. Clemens Appl, Professor für Internationales, Europäisches und Österreichisches Urheberrecht am Department für Rechtswissenschaften und Internationale Beziehungen, strich kritische Eckpunkte des EU-Copyright-Pakets hervor. Er ortet systemische Schwächen des Richtlinien-Entwurfs der Europäischen Kommission für Urheberrecht im Digitalen Binnenmarkt. MMag. Philipp Homar, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Departments für Rechtswissenschaften und Internationale Beziehungen, gewährte in seinem Vortrag Einblicke in die Rechtsprechung in der Rechtssache Amazon vor nationalen Gerichten und vor dem EuGH.
Im Zentrum der Diskussion stand in Salzburg auch die Blockchain-Technologie zur automatisierten Ausführung von Verträgen beziehungsweise zur Beschränkung des Zugangs zu einzelnen Datenbereichen, beispielsweise anhand der rechtlichen Herausforderungen durch die Verwendung in elektronischen Wahlsystemen in Deutschland. Dem Thema Datenschutz waren mehrere Sessions gewidmet, wobei unter anderem die auf Datenschutzbeauftragte nach der Datenschutz-Grundverordnung zukommenden Rechte und Pflichten thematisiert wurden.

Elektronische Rechtsetzung, Recht und Sprache
In der Session über Elektronische Rechtsetzung, die Mag. Bettina Rinnerbauer, Forscherin am Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung, moderierte, wurde unter anderem diskutiert, inwieweit man derzeit in der Lage ist, Regelungen in der Form von technischen Modellen abzubilden. Dabei wurde auch demonstriert, wie eine Bestimmung in Technik „übersetzt“ werden könnte.
Ebenfalls um eine Form der Übersetzung ging es im Vortrag von Mag. Dr. habil Benedikt Lutz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Kognition, Information und Management der Donau-Universität Krems. Er legte den Schwerpunkt auf die Verständlichkeit von Gesetzen und referierte zu der Frage, was die VerfasserInnen von Gesetzestexten von Technischen RedakteurInnen lernen können.

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