Optimistischer Ausblick auf das Jahr 2040

Department für Bauen und Umwelt

16.12.2020

Am 10. Kongress der IG Lebenszyklus Bau zum Thema „Green Deal – Strategien für eine nachhaltige Stadt-, Raum- und Gebäudeentwicklung“ im Oktober 2020 wurde das Positionspapier „Klimaneutrale Gebäude“ von der gleichnamigen Arbeitsgruppe präsentiert. Wolfgang Stumpf vom Department für Bauen und Umwelt hat maßgeblich an den Inhalten mitgewirkt.

Unter der Leitung von DI Dr. Klaus Reisinger, ic Consulenten Ziviltechniker GmbH, untersuchten ExpertInnen aus den Bereichen Architektur, Gebäudetechnik, Energie-Design, IT, Nachhaltigkeit und Forschung am Beispiel von 54 Gebäudevarianten, welche Mengen an Treibhausgasemissionen während der Errichtung und Nutzung von Konstruktion und Gebäudetechnik, Energieversorgung und Mobilität verursacht werden. Das Ziel der aufwendigen Bewertungen war es, eine Ausgangssituation für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors bis zum Jahr 2040 zu ermitteln. In der Analyse der durchgeführten Energiebedarfsberechnungen und Ökobilanzierungen zeigte sich überraschenderweise, dass der Verkehr, der einem Gebäude zuzuordnen ist, für die meisten CO2-Emissionen verantwortlich ist. Als weitere Erkenntnis konnte im Vergleich zwischen einem thermisch nicht sanierten Gründerzeithaus, einem Neubau nach aktuell gültiger Bauordnung und einem ökologisch optimierten Gebäude aufgezeigt werden, dass die Klimabilanz nicht vordergründig vom Dämmstandard der Gebäudehülle, sondern vom Verzicht auf fossile Energie während der Gebäudenutzung beeinflusst wird.

„Was bleibt, wenn Wärme und Strom für Gebäude aus 100 Prozent erneuerbarer Energie erzeugt werden, wenn für die Mobilität keine fossile Energie verwendet wird? Die graue Energie der Gebäudekonstruktion. Das langfristige Ziel und die größte Herausforderung im Gebäudesektor liegt in der vollständigen Umstellung auf Kreislaufwirtschaft.“, resümiert DI Wolfgang Stumpf, Lehrgangsleiter für „Mehrgeschoßiger Holzhybridbau“ an der Donau-Universität Krems. Für die Studien im Positionspapier hat Stumpf die Methode zur Bilanzierung klimaneutraler Gebäude angewendet, wie er sie auch in einem Seminar an der Donau-Universität Krems lehrt. Im Artikel „Klimaneutralität – Was die Ökobilanz tatsächlich verhagelt“ erwähnt Stumpf zahlreiche Maßnahmen im Gebäudebereich, mit deren Umsetzung wir „mit Optimismus auf das Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2040 blicken“ können.

Zum Anfang der Seite

 

Zum Glossar

Diese Website verwendet Cookies zur Verbesserung Ihrer Nutzererfahrung und für analytische Zwecke zur Optimierung unserer Systeme, sowie Google Maps zur Darstellung von Plänen. Indem Sie auf „OK" klicken bzw. die Website weiter verwenden, stimmen Sie der Cookie- und Google Maps Nutzung zu. Mehr Information zum Datenschutz.

OK