Mag. Michael Dell

In der Spezialisierung Strategie, Technologie und Management des Lehrgangs Management und IT unterrichtet Michael Dell unter anderem „Innovationsmanagement“. Er studierte Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien mit dem Schwerpunkt „Strategisches Management und Controlling“. Seit 1991 ist er als Innovationsberater tätig.Er ist Mitglied des Advisory Board der ISPIM – International Society for Professional Innovation Management, Vorstandsmitglied des österreichischen Kompetenzzentrums TRIZ und Sprecher der österreichischen Experts Group für Innovation.

08.08.2018

1. Über welches theoretische Wissen müssen zukünftige Fachkräfte im Bereich Strategie, Technologie und Management verfügen?
Ich denke, dass breites Generalistenwissen, gepaart mit einigen Bereichen, mit tieferem Verständnis, immer wichtiger werden. In Zeiten, in denen sich das Wissen immer mehr zu einem Allgemeingut entwickelt, werden vor allem Personen gesucht, die Wissen kreativ kombinieren können und dadurch Neues schaffen. Darüber hinaus sind Kenntnisse über neue Methoden im Management unabdinglich – ich denke, dass hier insbesondere Wissen über „Open Innovation“ besonders wichtig ist. Noch immer sind wir und unsere Unternehmen nicht bereit genug, sich für echte gemeinschaftliche Entwicklung zu öffnen, obwohl in diesem Bereich ganz große Chancen stecken.

2. Sie lehren Innovationsmanagement - welche Praxisbeispiele bearbeiten Studierende während des Lehrgangs?
Das Arbeiten mit Praxisbeispielen stellt einen wesentlichen Bestandteil während des Lehrgangs dar. Die Zeiten des Frontalvortrags sind vorbei – das Anwenden des Gelernten bringt auch einen wesentlich höheren Lerntransfer. Wir arbeiten einerseits an vorbereiteten Fallstudien als auch an Beispielen, die aus den Erfahrungen der Studierenden kommen. Die Bearbeitung erfolgt dabei in Kleingruppen die durch den Lektor als Coach betreut werden.

3. Welche Trends kommen – im Bereich Strategie, Technologie und Management – auf Fachkräfte zu?
Eine gute Frage – es sind so viele Trends! Ich möchte 5 hervorstreichen: Die Demokratisierung des Wissens – allen steht das gleiche Wissen zu Verfügung. Dieser Trend führt dazu, dass wir lernen müssen, Wissen neu und kreativer zu kombinieren. Unter den technologischen Trends werden wohl drei die Industrien und die Dienstleistungsgesellschaft am meisten verändert: die Veränderung in Richtung additiver Produktion und Robotisierung, also 3D-Druck und diverse Laser- und Robotertechnologien werden die Fabriken von morgen gänzlich anders aussehen lassen, neue Wege der Produktionsprozesse erfordern und neue Dienstleistungen entstehen lassen. Wir befinden uns hier wahrscheinlich am Anfang einer Veränderung, die von ihren Auswirkungen her mit der industriellen Revolution gleichgestellt werden kann. Im Management wird vor allem das Führen von multikulturellen, international verteilten Teams neue Herausforderungen bringen.

4. Für welche beruflichen Tätigkeiten qualifiziert der MSc Management und IT, mit der Spezialisierung Strategie, Technologie und Management?
Für die Absolvierenden sehe ich ein breites Aufgabengebiet: vom Innovations-Management, über das IT- und Projektmanagement bis hin zum General Management. Entsprechende Ideen vorausgesetzt, haben unsere Absolvierenden auch das Rüstzeug, um erfolgreich Start-Ups zu gründen und zu führen.

5. Welche Organisationen/Unternehmen benötigen die Kompetenzen der Strategie, Technologie und Management Absolventinnen?
Alle – vom Klein-Unternehmen als CEx bis zum Großunternehmen, als Teamleitung mit kurzfristigem Aufstiegspotenzial in die VP-Ebene und auf C-Level. 

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