Erfolgreicher Abschluss des Lehrgangs Security and Safety Management 2016/2018

09.03.2018

Am 09.03.2018 graduierten eine Absolventin und 9 Absolventen zum Master of Science in Security and Safety Management. Der Sponsor Securitas ermöglichte durch seine finanzielle Unterstützung die Feier in diesem wunderschönen, historischen Rahmen.
 

Graduierungsfeier Security and Safety Management 2016/2018


Manfred Jilg, Leiter der Sicherheitsabteilung im größten zusammenhängenden Chemieareal der WElt der BASF SE mit Sitz in Ludwigshafen sowie Vortragender und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates im Lehrgang „Security and Safety Management“ wies in seiner Festrede unter anderem darauf hin, dass nach wie vor der Mehrwert der Sicherheitsorganisationen für das unternehmerische Handeln herauszustellen ist und der Unternehmensführung zu beweisen, dass die Rolle des Sicherheitsmanagers die des buiness enabler ist. Daher gibt es in Zukunft weiterhin vielfältige Herausforderungen im Security- und Safetymanagement zu bewältigen.

Die Inhalte des Universitätslehrganges  „Security and Safety Management“ sind darauf ausgerichtet und werden seit mehr als 10 Jahren von den TeilnehmerInnen nachgefragt.

Höhepunkt der Feier war die Verleihung des Kerberos-Preises für die beste Master-Thesis dieses Lehrgangs. Die Firma Siemens, einer der Hauptsponsoren dieses Lehrgangs stellt diesen Preis zur Verfügung. Kerberos oder Cerberus ist in der griechischen Mythologie der „Höllenhund“ der den Eingang zur Unterwelt bewacht, also ein Symbol für Sicherheit. Mit der Verleihung des KERBEROS wird die jeweils beste Master Thesis, die aus dem Lehrgang innerhalb der vorgegebenen Zeitschiene hervorgeht, ausgezeichnet.

Kerberos-Preisverleihung
 

Preisträger 2018 ist Herr Christian Zeindlhofer mit seiner Master-Thesis
"Krisenstabsbildung bei Blackout - Einflussfaktoren auf die Möglichkeit zur Krisenstabsbildung in österreichischen Großunternehmen bei Stromausfall außerhalb der Dienstzeiten, am Beispiel der Energie AG Oberösterreich"

Kurzzusammenfassung der Arbeit:
… und plötzlich ist der Strom weg – BLACKOUT
Ist unser Unternehmen darauf vorbereitet?

Ein Blackout ist ein lange andauernder und großflächiger Stromausfall, der auch weite Teile Europas umfassen kann. Betroffen sind sowohl Einsatzorganisationen und Behörden als auch Unternehmen und private Haushalte. Um eine derartige Krise zu bewältigen, sind bei Großunternehmen, wie der Energie AG Oberösterreich, außergewöhnliche Maßnahmen erforderlich. In der Regel bedeutet dies die sofortige Bildung eines Krisenstabs im Unternehmen. Aber kann man einen solchen überhaupt noch bilden, wenn sich die Krisenstabsmitglieder nicht gerade im Unternehmen aufhalten? – oder wie in der Forschungsfrage der Master-Thesis präziser formuliert:

Welche Faktoren beeinflussen die Möglichkeit zur Krisenstabsbildung bei der Energie AG Oberösterreich im Falle eines Blackouts außerhalb der Dienstzeiten?

Die 4 wesentlichen Einflussfaktoren lauten:
Tageszeit und Wochentag des Beginns eines Blackouts
Bei Krisenstäben können unterschiedliche Aufenthaltsorte der Krisenstabsmitglieder, an einem Arbeitstag oder an einem Wochenende sowie untertägig als auch nachts, dazu führen, dass die Krisenstabsmitglieder rasch und zahlreich oder auch weniger rasch und spärlich verfügbar sind.

Alarmierungsmöglichkeit der Krisenstabsmitglieder
Wenn die Alarmierung auf Grund des Stromausfalls nicht funktioniert, wissen die Krisenstabs- und Assistenzteammitglieder nicht, dass ein Krisenstab einberufen wurde und sie sich in den Krisenstabsräumen einfinden sollen.

Motivation der Krisenstabsmitglieder zur Mitarbeit im Krisenstab
Unter Motivation ist zu verstehen, dass sich die Krisenstabsmitglieder aktiv an der Krisenbewältigung beteiligen möchten und daher versuchen, möglichst rasch die Krisenstabsräume zu erreichen. Die persönliche Betroffenheit und möglicherweise auch Hilfsbedürftigkeit des näheren Umfelds der Krisenstabsmitglieder, wie beispielsweise Familie, Freunde oder Nachbarn, könnte dazu führen, dass die Motivation zur Mitarbeit im Krisenstab, aufgrund einer persönlichen Notlage, niedrig ist.

Mobilität zur Erreichung der Krisenstabsräume
Ob die Erreichung der Krisenstabsräume im Falle eines Blackouts noch möglich ist, hängt einerseits von der Distanz und andererseits von der Verfügbarkeit und der Geschwindigkeit des Verkehrsmittels ab. Da der öffentliche Verkehr bei einem Blackout rasch zum Erliegen kommen wird, steht nur noch der Individualverkehr zur Verfügung, welcher jedoch ebenfalls teilweise eingeschränkt wäre.

Als Schlussfolgerung kann festgehalten werden, dass in jedem Großunternehmen sichergestellt werden sollte, dass auch im Falle eines Blackouts außerhalb der Dienstzeiten der Krisenstab rasch gebildet werden kann, denn: Ein Blackout kündigt sich nicht an und betrifft jeden!

 

 

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