Monumentum ad usum Nutzungspotentiale von Denkmälern für gemeinnützige Bauträger

Beschreibung

Das Forschungsvorhaben steht im Kontext einer mehrjährigen Kooperationsstrategie des Bundesdenkmalamts, insbesondere des Landeskonservatorats für Niederösterreich, und des Amts der Niederösterreichischen Landesregierung, vornehmlich der Abteilung für Kultur (K1), welches sich in insgesamt 10 Themenfelder gliedert. Aufgrund der inhaltlichen Konzeption wurde für die Abwicklung von zwei dieser Themen-felder das Department für Bauen und Umwelt der Donau-Universität Krems vorgesehen und dabei auch die Abteilungen für Wissenschaft (K3) und für Wohnbauforschung (F2) mitein-bezogen. Im Rahmen des vorliegenden Projektvorhabens gilt es, eine Inventarisierungsstrategie für Denkmäler der Zukunft zu finden, wobei nicht nur die geschichtliche Bewertung im Vordergrund steht, sondern auch deren Konsequenzen auf die Erhaltung. Im weiteren soll die Nutzbarkeit von denkmalgeschützten Bauwerken für gemeinnützige, aber auch kommerzielle Bauträger systematisch erfasst werden, wobei hier die ökonomischen und lebenszyklischen Analysen genauso im Fokus stehen wie auch der denkmaladäquate Umgang mit dem Objekt. Ein weiterer Fokus richtet sich auf die Erhaltung und nutzungsbasierte Belebung von historischen Ortskernen. Stadt- und Siedlungskerne zählen zu den am dichtesten bebauten, durch eine große Zahl von Zeitschichten charakterisierten baulichen Strukturen. Als Lebens- und Wirtschaftszentren bilden sie gleichzeitig identitätsstiftende und hoch qualitätsvolle Lebensräume für ihre Bewohner und Nutzer. Die Vielzahl an Vorgaben bezüglich der Sicherheit (Brandschutz, Erdbeben, Einbruch etc.), der Nutzbarkeit (Barrierefreiheit, Schallschutz, Hygiene etc.) oder des Klimaschutzes (Dämmung, Dichtheit, etc.) nach modernen Standards, die für Neubauten entwickelt wurden, überfordern in der lösungswegorientierten (und nicht zielorientierten) Sanierung die alten Baustrukturen und verursachen erhebliche Kosten. Untersuchungen hingegen belegen, dass in der lebenszyklischen Kostenbetrachtung, Altbauten zumeist wesentlich günstigere Bilanzen aufweisen als vergleichbare Neubauten, selbst wenn jene unter Denkmalschutz stehen. Es ist eine wesentliche gesellschaftliche Aufgabe, unter den Aspekten der kulturellen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit den Erhalt unseres Bauerbes und historischer Stadträume zu sichern. Ziel des Projekts sollte die Erarbeitung einer Strategie zur Evaluierung der Potenziale von Denkmälern und Denkmalensembles zur Nutzung für gemeinnützige Bauträger sein.

Details

Projektzeitraum 01.01.2018 - 31.12.2022
Fördergeber Bundesländer (inkl. deren Stiftungen und Einrichtungen)
Förderprogramm Land NÖ
Department

Department für Bauen und Umwelt

Zentrum für Baukulturelles Erbe

Projekt­verantwortung (Donau-Universität Krems) Dipl.-Ing. Manfred Sonnleithner, MSc

Team

Kooperationspartner

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