07.09.2021

Die Geschäftsstelle für Technologie und Digitalisierung des Landes Niederösterreich startete einen Innovationsprozess zum Thema „Digitale Lösungen für ein gelingendes Dorf- und Gemeindeleben”. Mitarbeiter_innen der Universität für Weiterbildung Krems nahmen an dem dreitägigen Workshop (30. August – 1. September 2021) rund um folgende Fragestellung teil:

"Wie können digitale Lösungen zu einem gelingenden Dorf- und Gemeindeleben beitragen, welches die Bürgerinnen und Bürger verstärkt in öffentliche Diskussionen und Entscheidungen einbindet und die Tugend der Nachbarschaftshilfe sowie das Vereinsleben im digitalen Zeitalter neu definiert?"

Fünf interdisziplinäre Teams erarbeiteten aufbauend auf aktuellen Trends und Herausforderungen sowie den Bedürfnissen der niederösterreichischen Bevölkerung fünf Projekte. Methodik war ein „Sandpit“ – Innovationsworkshop.

Eine neunköpfige Jury, bestehend aus Expert_innen im Bereich ‚Smart Villages‘ aus Deutschland und Österreich sowie Vertreter_innen des Landes Niederösterreich, bewertete die als Pitches präsentierten Ideen anhand deren Innovationskraft, Relevanz und Skalierbarkeit sowie der Umsetzbarkeit und Strahlkraft für Niederösterreich.

Schließlich wurden zwei Ideen ausgewählt, deren Weiterführung und mögliche Umsetzung von der Geschäftsstelle für Technologie und Digitalisierung des Landes NÖ unterstützt werden:

NENA – NETZWERK NACHBARSCHAFT ist eine Plattformidee, in der sich Bürger_innen einer Gemeinde mit deren Ideen einbringen und auch Verantwortung zum „selbst tun“ übernehmen können. Hier können Projektvorschläge, aber auch Anliegen deponiert werden, die anschließend von Bürger_innen, von Unternehmen oder Vereinen wie auch von der Gemeinde unterstützt, übernommen oder umgesetzt werden können. Dadurch wird das Miteinander in der Gemeinde gestärkt und aktiv vorangetrieben.

DAS FRANZ ist ein physischer Ort, ein Raum für alle Dorfbewohner_innen um zu arbeiten, sich sozial einzubringen und ihre Freizeit zu gestalten. Dafür wird leerstehende Infrastruktur eines Ortes oder einer Gemeinde genutzt. DAS FRANZ dient als Anlaufstelle für die bestehende Bevölkerung und neu hinzukommende Bürger_innen. Diese finden dort ein Selbstbedienungscafé, Co-Working-Plätze sowie Community Zonen für Spielen, Bewegen und Besprechungen vor. Der DIGITALE FRANZ ist eine Online Plattform die Apps, Services und Dienstleistungen, die Ortsbevölkerung betreffend, zusammenführt; bestehende Lösungen werden integriert, neue Ideen umgesetzt. 

Der/Die ANALOGE FRANZ(i) ist eine (angestellte) Person, die sich sowohl um DAS FRANZ kümmert als auch um die Information der Menschen, die Gruppe und den Community-Gedanken. 

In den beiden siegreichen Teams war jeweils eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität für Weiterbildung Krems vertreten: Mag.(FH) Yvona Asbäck, MBA (Koordinatorin Netzwerk Biodiversität und Biodiversitätsrat Österreich) entwickelte NENA mit und Mag. Karin Steiner, MA (Zentrum für E-Governance) ersann mit drei weiteren Personen DAS FRANZ.  

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