28.10.2019

Bei der 2. TGA-Konferenz im Studio 44 in Wien diskutierten am Podium Christian Buchbauer (Geberit), Attila Siegl (Drees & Sommer), Renate Hammer (Institute of Building Research & Innovation), Damagoj Dolinsek (PlanRadar) und Helmut Floegl (Donau-Universität Krems) über das Thema „Gebäudedigitalisierung im Zuge der Generalsanierung“, professionell moderiert von Wojciech Czaja.

Die Methoden der Digitalisierung des Bestands haben sich in den letzten 10 Jahren unglaublich weiterentwickelt. Heute wird ein zu sanierender Bestand 3D-erfasst. Die Daten werden intelligent strukturiert verdichtet und gespeichert.

Am Front-End der Digitalisierung bieten Prop-Tech Unternehmen nutzerfreundliche Lösungen für die smarte Ein- und Ausgabe von Informationen.

Das Podium war sich einig, dass eine ausufernde Anwendung der digitalen Möglichkeiten die Gefahr einer Nichtbeherrschbarkeit solcherart digital gesteuerter Gebäude bedeuten kann, hier ist das Augenmaß gefragt, weniger ist mehr oder KISS (keep it small and simple). Denn es braucht für jedes digitale intelligente System Spezialisten zur Wartung und Fehlerbehebung.

BIM (Building Information Modeling) ist auf dem Weg das neue Konzept für die integrale und kollaborative Planung und den Betrieb, nicht nur beim Neubau, sondern auch in der Generalsanierung zu werden. BIM-gesteuerte Projekte erfordern ganz zu Beginn eine sehr gute Modellkonzeption. Welche Gebäudedaten werden wann von wem in welchem Detaillierungsgrad gebraucht? Solche Projekte brauchen BIM-ManagerInnen, die die Struktur und die Gebäudedaten qualitätssichern.

Digitalisierung ist eine Herausforderung, die die Planungs- und Baukultur völlig verändern wird. Aber das wird dauern, wie jede Kulturänderung.

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