Beschreibung

Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 hat die Entwicklung und Nutzung digitaler Technologien für digital unterstützte Lehr- und Lernaktivitäten außerhalb formaler institutioneller Lernräume wie Seminarräume und Hörsäle forciert und beschleunigt. Informelle und nicht-konventionelle Lernumgebungen, wie das private Umfeld, aber auch andere Räume, die für Lernaktivitäten genutzt werden, wie der öffentliche Raum, öffentliche Kultur-/Bildungseinrichtungen, Außenbereiche, öffentliche Verkehrsmittel, Cafés usw., erhalten damit eine neue Relevanz. Diese Veränderungen bringen neue Möglichkeiten und Herausforderungen für Bildungssysteme, Lehrende und Lernende mit sich, in Bezug auf Lehr- und Lernstrategien, aber auch die Gestaltung, Bereitstellung und Nutzung von physischen, hybriden und virtuellen Lernumgebungen. NIILS befasst sich mit informellen und nicht-konventionellen Lernräumen im Hochschulbereich, wobei der Fokus auf physischen und hybriden Lernräumen liegt, die von Universität, privat oder von Dritten zur Verfügung gestellt werden. Dies können sowohl informelle Lernräume am Campus, sowie Lernumgebungen im privaten Umfeld, im öffentlichen Raum oder öffentlichen Gebäuden, Lerncafés, öffentliche Verkehrsmittel, aber auch Frei- und Außenräume sein. Bestehende Ungleichheiten beim Zugang zu technischer Ausstattung und Internet ("Digital Divide"), aber auch zu physisch-räumlichen Umgebungen, die dem Lernen und Wohlbefinden förderlich sind, können für Studierende in der Hochschulbildung Barrieren darstellen - je nach sozioökonomischem Hintergrund, Geschlecht, Alter, Behinderungen und geografischer Lage. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen eine deutliche Evidenz in Bezug auf den Einfluss physischer Lernumgebungen auf das Wohlbefinden der Lernenden, ihre Lernerfahrung und Lernleistungen. Während diese Erkenntnisse zunehmend bei der Gestaltung und dem Betrieb von formalen Lernräumen wie Seminarräumen oder Hörsälen berücksichtigt werden, gibt es bisher nur wenige Informationen über Verfügbarkeit, Zugänglichkeit, räumliche Eigenschaften, Ausstattung und Nutzung von informellen oder nicht-konventionellen Lernräumen durch verschiedene Studierendengruppen. Das Projekt NIILS zielt darauf ab, Daten über informelle und nicht-konventionelle physische und hybride Lernräume bereitzustellen, die für Studierende unterschiedlicher sozialer Gruppen in verschiedenen europäischen Ländern und Regionen zur Verfügung stehen und von ihnen genutzt werden. Darüber hinaus werden Empfehlungen und Richtlinien für Lernende, Lehrende, Hochschulverwaltungen und andere Stakeholder entwickelt, um bestehende Ungleichheiten abzumildern und technologisch unterstützte inklusive informelle Lernumgebungen zu fördern, die dem Lernen und dem Wohlbefinden der Nutzer*innen in der Hochschulbildung förderlich sind.

Details

Projektzeitraum 01.01.2022 - 01.07.2024
Fördergeber EU
Förderprogramm
Erasmus+
Department

Department für Bauen und Umwelt

Zentrum für Immobilien- und Facility Management

Projekt­verantwortung (Donau-Universität Krems) Dipl.-Ing. Christina Ipser
Projekt­mitarbeit Dipl.-Ing. Dr. Tania Berger Mag. Sonja Brachtl Ass. Prof. Dr. Filiz Keser Aschenberger, MA Dipl.-Ing. Dr. Gregor Radinger, MSc
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