Forschung

Zentrum für Museale Sammlungswissenschaften

Schwerpunkte

Die Forschung des Zentrums für Museale Sammlungswissenschaften ist auf die Arbeit an den originalen Objekten ausgerichtet. Die Forschungsschwerpunkte des Zentrums für Museale Sammlungswissenschaften ergeben sich aus dem Sammlungsbestand der Landessammlungen Niederösterreich und liegen in den Bereichen Kunst- und Kulturgeschichte, Archäologie, Naturkunde und in den Konservierungs- und Restaurierungswissenschaften.

Die Entwicklung von Forschungsthemen erfolgt sowohl sammlungsübergreifend innerhalb des Zentrums, als auch in enger Kooperation mit anderen Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Museen im nationalen wie internationalen Maßstab.
Die Sammlungen und Forschungsergebnisse werden der Öffentlichkeit in wissenschaftlichen Bestandskatalogen, in Vorträgen und Publikationen, aber auch in Ausstellungen umfassend präsentiert.

NATUR: Sammlung Schwingenschuß

Die wissenschaftliche Erschließung der naturkundlichen Bestände der Niederösterreichischen Landessammlungen erfolgt laufend. Ein aktueller Imagefoto der SchmettrlingssammlungSchwerpunkt ist die digitale Erfassung der Sammlung Schwingenschuß in der Inventarisierungsdatenbank „The Museum System“ (TMS), die Suche und Orientierung in der rund 570 Laden umfassenden Sammlung erleichert. Die postum 1954 übernommene Schmetterlingssammlung von Leo Schwingenschuß war damals sicher eine der größten privaten Lepidopterensammlungen ihrer Zeit. Sie deckt nicht nur die niederösterreichischen Arten vollständig ab, sondern auch große Teile des Artenspektrums der palearktischen Zone.

KUNST: Provenienzforschung

Kulturgüter ohne vollständig belegte Provenienz können Sammlungen mitunter heikle Situationen bereiten. Ziel der Provenienzforschung am Zentrum für Museale Sammlungswissenschaften ist, zum einen die Herkunft von Objekten vor einem möglichen Erwerb zu klären, zum anderen die systImagefoto Provenienzforschungematische Suche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut in den Landessammlungen Niederösterreich. Dabei gilt es die Provenienz der betroffenen Kulturgüter nachzuweisen und zur Aufklärung der Eigentumsverhältnisse beizutragen, wie etwa im laufenden Forschungsfall „Erster Schnee in Dachau“ von Theodor von Hörmann aus unbekanntem jüdischen Besitz, das 1943 vom Gaumuseum Niederdonau erworben worden war.

ARCHÄOLOGIE: Keltische Siedlungszentren in Ostösterreich

Innovative Ausgrabungsmethoden sind Grundlage der Forschungsgrabung Haselbach (Gemeinde Niederhollabrunn, Weinviertel), die in Kooperation mit der UniverImagefoto Ausgrabung Haselbachsität Strasbourg erfolgt und durch die Synergie österreichischer wie französischer Forschungspraxis zu bemerkenswerten Ergebnissen führt. Gegenstand der Untersuchung ist die Organisation und Wirtschaftsstruktur eines mittelgroßen Siedlungszentrums aus der Latènezeit. Das Forschungsprojekt bietet neue Erkenntnisse über Zentralisierungs- und Urbanisierungsprozesse keltischer Siedlungen vom 3. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr.

 

KULTURGESCHICHTE: Sammlungen des Mährisch-Schlesischen Heimatmuseums

Die Bestände des Mährisch-Schlesischen Heimatmuseums, die in die Landessammlungen Niederösterreich übernommen wurden, stellen eine bedeutendeImagebild Kulturgeschichte Erweiterung des Sammlungsgebiets Kulturgeschichte dar. Die umfangreich dokumentierte Sammlung wird wissenschaftlich bearbeitet, im Detail erfasst und inventarisiert. So ist nach einer beinahe einhundertjährigen Sammlungsgeschichte ihre Erhaltung auch weiterhin gesichert. Die Zusammenarbeit mit dem Trägerverein des ehemaligen Museums erlaubt einen sehr hohen Dokumentationsgrad der Objekterfassung.

SAMMLUNGSÜBERGREIFEND: Vor- und Nachlass-Strategie

Sammlungen sind Seismographen der jeweiligen Zeit und repräsentieren das kulturelle Erbe einer Gesellschaft. Mit der Schärfung der Strategie zum Erwerb von künstlerischen bzw. wissenschaftlichen Vor- und Nachlässen werden die WeicheImagefoto Vor- und Nachlass-Strategien für einen zielgerichteten Aufbau einer musealen Vor- und Nachlass-Sammlung für Niederösterreich gestellt: unter Berücksichtigung von Niederösterreich-Bezug, gesellschaftlicher Relevanz sowie künstlerischer, historischer und wissenschaftlicher Bedeutung in Verbindung mit Originalität und Authentizität. Über den Ankauf von Werken hinaus sichern Dokumentationsmaterialien Einblicke in die Werkgenese, aber auch in die Biografie der Kunstschaffenden bzw. WissenschaftlerInnen.

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