Kulturroute & UNESCO-Welterbeliste

Das übergeordnete Ziel von Living Danube Limes ist es, eine solide Grundlage für die Etablierung einer Kulturroute "Donaulimes" zu schaffen und die Aufnahme des gesamten römischen Donaulimes in die als UNESCO-Welterbeliste zu unterstützen.

Vor Projektbeginn stehen der westliche Abschnitt (mit Kulturstätten in Deutschland, Österreich, der Slowakei und Ungarn) und der östliche Abschnitt des römischen Donaulimes (mit Kulturstätten in Kroatien, Serbien, Bulgarien und Rumänien) auf der Tentativliste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
Im Juli 2021 wird der westliche Abschnitt des Donaulimes (in Deutschland, Österreich und der Slowakei) gleichzeitig mit dem Niedergermanischen Limes (Deutschland) als transnationale Welterbestätte anerkannt. Sie folgen damit anderen Limesabschnitten, wie etwa dem Hadrians- und Antoninuswall (Großbritannien) sowie dem Obergermanisch-Raetischen Limes (Deutschland), die alle in der gemeinsamen transnationalen UNESCO-Welterbestätte „Frontiers of the Roman Empire“ zusammengefasst sind.

Living Danube Limes stärkt die enge Zusammenarbeit der Länder im Donauraum über alle Grenzen hinweg und unterstreicht den außergewöhnlichen universellen Wert des Donaulimes durch transnationale Vermittlungs- und Living-History-Aktivitäten, nicht-invasive physische Sichtbarkeitsmaßnahmen an Pilotstandorten in allen Donauländern sowie digitale Anwendungen. Ziel ist es, die Bedeutung des transnationalen Kulturerbes Donaulimes hervorzuheben und für eine breite Öffentlichkeit sowie für politische Entscheidungsträger_innen greifbar zu machen. Das Partnerkonsortium verfügt über eine breite Expertise im Bereich des UNESCO-Welterbes, einschließlich der Entwicklung von Managementplänen für Kulturerbestätten. Living Danube Limes soll dazu beitragen, das gemeinsame Erbe zu erhalten und nachhaltig zu nutzen, um den Nominierungsprozess in den anderen Partnerländern zu unterstützen.

CHARACTERISATION OF THE ROMAN DANUBE LIMES

Die Characterisation of the Roman Danube Limes identifiziert jene Merkmale, die den römischen Donaulimes in seinem jeweiligen naturräumlichen, infrastrukturellen und sozialen Umfeld sowohl in seinen einzelnen Abschnitten als auch in seiner Gesamtheit charakterisieren. Um ein möglichst vollständiges und authentisches Bild der römischen Vergangenheit zu erhalten, wird ein breites Spektrum unterschiedlicher Quellen kombiniert: archäologische Funde, literarische Zeugnisse römischer Autoren, aber auch epigraphische, numismatische und papyrologische Quellen. Neben seiner geographischen Ausprägung und historischen Entwicklung wird auch seine Bedeutung nicht nur als imperiale Grenze, sondern auch als verbindendes Element beleuchtet.

IDENTIFICATION PILOT SITES

Identification Pilot Sites

 

Im Rahmen des Projekts werden acht repräsentative römische Kulturerbestätten (z.B. Wachturm, Militärkastelle, Straßenabschnitte, Nekropole, gut oder schlecht erhaltene Monumente etc.) entlang der Donau als Pilotstandorte ausgewählt. Die jeweiligen Partnerländer beziehen anhand von nationalen Bedürfnissen und Interessen verschiedene wissenschaftliche, wirtschaftliche, touristische, logistische und praktische Parameter der jeweiligen Limesstätten in diese Entscheidung mit ein.

Die Essays der einzelnen Partnerländer geben archäologische und historische Basisinformationen, einen Überblick über die Forschungsgeschichte sowie den herausragenden universellen Wert jeder ausgewählten Stätte wieder.


Mehr Information

IDENTIFICATION OF POTENTIAL OF HISTORICAL ROMAN STORY TELLING

Der Bericht zur Identifizierung des Potenzials historischer römischer Geschichten basiert auf der Idee, dass die Identifikation mit und der Respekt für das römische Erbe in der Donaulimes-Region durch die Aufarbeitung römischer Geschichten und Traditionen, die im 21. Jahrhundert noch immer lebendig sind, enorm gefördert werden kann.

Durch die Bezugnahme auf diese Geschichten und deren Verknüpfung mit der gemeinsamen römischen Geschichte aller modernen Länder des Donauraums können sich Einheimische wie Touristen unmittelbarer mit der römischen Vergangenheit auseinandersetzen.

THE ROMAN DANUBE LIMES: A CHARACTERISATION

Die Charakterisierung des Donaulimes als eine einheitliche archäologische und historische Stätte, die alle Donauländer miteinander verbindet, ist entscheidend für die Schaffung einer gemeinsamen Vision und eines gemeinsamen Verständnisses des römischen Erbes und der daraus resultierenden gemeinsamen Verantwortung in den Ländern des Donauraums. Eine Besonderheit der Region ist, dass die Donau eher ein transnationaler, kultureller und wirtschaftlicher Wasserweg mit hoher Mobilität als eine strenge Grenze im modernen Sinne war.

Mit “The Roman Danube Limes. A Characterisation“ liegt eine Broschüre vor, die die Kernelemente des römischen Donaulimes charakterisiert, seinen außergewöhnlichen universellen Wert hervorhebt und den Stand der archäologischen und historischen Forschung darstellt.

THE ROMAN DANUBE LIMES: A GUIDE

Der Limesführer ist eine touristische Informationsquelle, die alle bekannten Limesstandorte auflistet und weiterführende Informationen (historisch, baulich, geographisch, touristisch) zu den historischen Stätten entlang des Donaulimes bietet. Der Limesführer besteht aus 10 Bänden, die sowohl in Englisch als auch in der jeweiligen Landessprache der einzelnen Limesabschnitte verfasst sind.

STRATEGY PAPER FOR A SUCCESSFUL IMPLEMENTATION OF STRONG AND INTERCONNECTED LIVING DANUBE LIMES MUSEUM CLUSTERS

Die Entwicklung dieser Strategie zielt darauf ab, Museen entlang der Donau zu integrieren und zu vernetzen und einen koordinierten Ansatz für die Verbreitung von Wissen, physische und virtuelle Rekonstruktionen, Maßnahmen zur Verbesserung der Sichtbarkeit und Veranstaltungen zur lebendigen Geschichte zu ermöglichen.

Der Cluster-Ansatz ist ein Instrument, das Museen dabei unterstützt, potenzielle neue Marktchancen zu erkennen, sich über bewährte Praktiken zu informieren und wettbewerbsfähiger und innovativer zu werden.

Ziel dieses Dokuments ist es, ein neues Modell der Zusammenarbeit zwischen Museen im Donauraum zu schaffen, um die Sichtbarkeit des römischen Erbes und seines touristischen Potenzials zu erhöhen und den gegenseitigen Austausch von Wissen und Ressourcen zu erleichtern. Der Schwerpunkt liegt auf den gemeinsamen Aktivitäten des Museumsclusters, wie die Förderung der transnationalen Zusammenarbeit zwischen den Museen, die Nutzung gemeinsamer Instrumente für den Informationsaustausch, die Entwicklung einer gemeinsamen Kommunikationsstrategie, die Organisation von Veranstaltungen und Ausstellungen, und skizziert die Clusterkarte und die Wertschöpfungskette des Clusters.

PILOT ACTIONS – IMPLEMANTATION OF VIRTUAL REALITY (VR) RECONSTRUCTIONS

Zusätzlich zu physischen Rekonstruktionen und Sichtbarkeitsmaßnahmen werden im Rahmen des Living Danube Limes Projekts an ausgewählten Pilotstandorten Virtual Reality (VR) Rekonstruktionen erstellt. Diese tragen zu den Lernmöglichkeiten für die breite Öffentlichkeit an den Pilotstandorten bei, indem sie die Vision einer vollständigen römischen Umgebung schaffen. Ziel der VR-Rekonstruktionen ist es, die touristische Attraktivität der Stätten zu erhöhen, indem zusätzliche visuelle Informationen präsentiert werden, die bisher an den Stätten nicht verfügbar waren.

Die Reports Pilot Actions – Implementation of Virtual Reality (VR) Reconstructions fassen die Aktivitäten zur Präsentation und Erprobung der erstellten VR-Rekonstruktionen an den Pilotstandorten in Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, und Rumänien zusammen.

BEST PRACTICE WORKSHOP ON SITE STRENGTHENING THROUGH LIVING HISTORY INCENTIVES

Archäologische Stätten haben ein großes Potenzial, historisches Wissen zu vermitteln und ein besseres Verständnis kultureller Identität zu schaffen, wenn sie gut durchdacht, authentisch und nachhaltig verwaltet werden. Ein erfolgreicher und zielgerichteter Wissenstransfer erfordert ein gut durchdachtes und nachhaltiges Konzept für eine Vielzahl von Präsentationen und Aktivitäten, die die Besucher_innen in die Szenerie und die Geschichte einbeziehen, was sich wiederum positiv auf den Tourismus und die Wirtschaftsleistung auswirkt.

Die Römerstadt Carnuntum, ein assoziierter Projektpartner, kann in diesem Zusammenhang als Best-Practice-Beispiel angeführt werden. Aus diesem Grund wird in Carnuntum ein Best-Practice-Workshop für die Verantwortlichen der Pilotstandorte abgehalten, um das Bewusstsein für die Idee der nachhaltigen Nutzung archäologischer Stätten als touristische Destination zu schärfen und gleichzeitig ein effektives Medium für den Wissenstransfer zu schaffen.

Das Concept Paper gibt einen Einblick in die Aktivitäten des Workshops, die Living History Events, physische und virtuelle Rekonstruktionen und deren Einsatz zur Erreichung definierter Zielgruppen der einzelnen Stätten umfassen.

LEARNING INTERACTIONS – ROMAN FESTIVALS

Die Concept Papers "Learning Interactions - Roman Festivals" der Pilotstandorte geben einen Überblick über die Living History Veranstaltungen, die im Rahmen der Connecting Cruise entlang des Donaulimes stattfinden.

Das Hauptziel dieser Veranstaltungen ist es, die Aufmerksamkeit auf das Projekt zu lenken, das Bewusstsein für den römischen Donaulimes und die gemeinsame römische Geschichte zu schärfen, das Potenzial des römischen Erbes und der römischen Relikte für eine nachhaltige und umweltfreundliche Tourismusentwicklung aufzuzeigen und die Bedeutung des Schutzes und der Pflege des kulturellen Erbes zu betonen.

CONCEPTS FOR GREEN AND SUSTAINABLE TOURISM IN THE DANUBE REGION

Die Konzepte für einen umweltfreundlichen und nachhaltigen Tourismus im Donauraum bilden die Grundlage für eine umweltverträgliche touristische und kulturelle Entwicklung in der Region, die nachhaltige touristische Lösungen fördert, bisher unterentwickelte Gebiete stärkt und gleichzeitig das gravierende Problem des negativen Übertourismus angeht. Die Konzepte verbinden Museen und Besucherzentren entlang der Donau und, wo möglich, über die Donau hinweg.

Ziel ist es, die Aufenthaltsdauer von Tourist_innen in der Region zu verlängern und einen Mehrwert für die lokale Bevölkerung zu schaffen. Die umweltfreundliche touristische Infrastruktur verbindet die Pilotstandorte und langfristig alle Limesstandorte entlang der Donau sowie andere touristische Highlights und das kulturelle Erbe in der Region miteinander, um ein ganzheitliches Erlebnis der Kultur im Donauraum zu schaffen und den transnationalen Austausch und die gemeinsame Nutzung des gemeinsamen Erbes des Donaulimes zu fördern, immer mit dem Ziel einer zukünftigen Kulturstraße, die alle Donauländer umfasst:

  • Guideline: Sustainable Tourism Concepts: enthält eine Sammlung von Best-Practice-Beispielen, eine umfassendere Definition des Begriffs "nachhaltiger Tourismus", die Hervorhebung und Erläuterung seiner Bedeutung, sowie Leitlinien für geeignete Ansätze zur Umsetzung nachhaltiger Konzepte, die an verschiedene Regionen angepasst sind und lokale, regionale und nationale Traditionen respektieren.
  • Guideline: Green Tourism Solutions: stellt eine Zusammenstellung von Best-Practice-Beispielen im Ökotourismus dar und entwickelt Strategien zur Umwandlung veralteter und umweltschädlicher Tourismussysteme in Ökotourismus-Konzepte.
  • Guideline: Cornerstones of a possible Future Cultural Route in the Danube Region: skizziert Eckpunkte einer möglichen zukünftigen Kulturroute im Donauraum und identifiziert Ideen zu deren bestmöglicher Umsetzung.

INCREASING THE VISIBILITY OF THE ROMAN DANUBE LIMES

Das gemeinsame kulturelle Erbe des Donaulimes wird durch einen nachhaltigen, archäologisch fundierten Rekonstruktionsansatz hervorgehoben. Dies geschieht durch materielle oder immaterielle, sanfte oder auffällige Maßnahmen an Pilotstandorten mit originaler Infrastruktur. Auf diese Weise sollen der transnationale Austausch und Wissenstransfer gefördert und die im Rahmen des Projektes durchgeführten lokalen Initiativen und Veranstaltungen zur lebendigen Geschichte, die wesentlich zur lokalen Identifikation mit dem gemeinsamen römischen Erbe am Limes beitragen, vernetzt werden. In kleinem Maßstab werden an den acht Pilotstandorten physische Rekonstruktionen installiert und Maßnahmen zur Sichtbarmachung durchgeführt.

Die acht Beiträge der Pilot Actions fassen die verschiedenen Bemühungen und Aktivitäten zusammen, die unternommen wurden, um die Sichtbarkeit und Vermittlung der römischen Vergangenheit an den einzelnen nationalen Pilotstandorten des Projekts zu erhöhen.

DEVELOPING AND HARMORISING DIGITAL INFRASTRUCTURE SOLUTIONS

Die Entwicklung der Living Danube Limes App und ihrer webbasierten Version ist eines der Kernstücke des Projekts, da sie die Sichtbarkeit der gesamten Donaulimesregion erhöhen. Die App soll die touristischen Aktivitäten entlang des Limes auch in weniger bekannte Gebiete lenken, die durch dieses Projekt erheblich an Sichtbarkeit, Attraktivität und Zugänglichkeit gewinnen. Sie verbindet die Kulturerbestätten und Museumscluster mit der lokalen Infrastruktur und Wirtschaft und trägt so zur Schaffung eines nachhaltigeren Tourismus abseits des Kreuzfahrttourismus bei. Neben historischen Informationen und der Charakterisierung der Kulturerbestätten bietet sie Informationen über die vorhandene (touristische) Infrastruktur und Bildmaterial.

Das Paper Developing and harmonising digital infrastructure solutions fasst die Aktivitäten zur Entwicklung einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur durch die mobile App und die webbasierte Living Danube Limes Database zusammen.

LEARNING INTERACTIONS

Die Learning Interactions in Form einer internationalen Winter School, einem Workshop zur Verbesserung der Sichtbarkeit des römischen Donaulimes und einem Workshop zur Kulturstraße Donauraum stellen die Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit der Projektergebnisse sicher. Sie verbessern die Einbindung von Stakeholdern auf allen Ebenen und die Verbreitung der Projektergebnisse. Der thematische Rahmen der Learning Interactions umfasst die Themen nachhaltige und grüne Infrastrukturentwicklung, die zukünftige touristische Entwicklung des Donauraums durch eine Donau-Limes Kulturroute und Schutzmaßnahmen für unser gemeinsames kulturelles Erbe:

  • Concept Paper: Winter School on Cultural Property Protection, protecting and evacuating museums and archaeological sites during natural catastrophes: Das übergeordnete Ziel der Living Danube Limes Winter School ist es, einen Online-Kurs zu entwickeln und zu organisieren, an dem Expert_innen für Denkmal- und Kulturgüterschutz, Interessenvertreter_innen, aber auch Studierende und die interessierte Öffentlichkeit teilnehmen können, um das Fachwissen der Projektpartner_innen und anderer Expert_innen an Stakeholder auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene weiterzugeben. Die Winterschule konzentriert sich auf die Entwicklung von kostengünstigen und effektiven Plänen für den Schutz und gegebenenfalls die Evakuierung von Museen und archäologischen Stätten im Falle von Naturkatastrophen.
  • Concept Paper: Workshop: Visibility Measures & Physical Reconstruction on Archaeological Sites: beschreibt Ansätze, Struktur und Ziele der Umsetzung von Maßnahmen zur Sichtbarmachung sowie grundlegende Aspekte der Maßnahmenumsetzung, unabhängig von der geografischen Situation einer Kulturerbestätte.
  • Workshop on Cultural Resources of the Danube Region Route: ein Workshop mit internationalen Expert_innen soll die Eckpfeiler einer zukünftigen Kulturstraße entwickeln, die den gesamten Donauraum umfasst und diesen durch das römische Erbe entlang des Donaulimes verbindet.

SUSTAINABLE CONSERVATION OF DANUBE LIMES SITES

Das Ziel dieses Berichts ist es, Prinzipien für Standardmaßnahmen vorzuschlagen, um das betroffene Kulturerbe vor den Auswirkungen von Naturkatastrophen, vor übermäßiger Abnutzung durch den Tourismus oder vor den Folgen von durch den Menschen verursachten Gefahren zu schützen.

Es werden Konservierungsstandards und Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse von archäologischen Stätten und Museen mit Funden aus der Römerzeit entlang der Donau zugeschnitten sind.

TRANSNATIONAL STRATEGY FOR CULTURAL PROPERTY PROTECTION

Für jedes Partnerland werden Maßnahmen und Pläne zum Schutz des kulturellen Erbes entwickelt. Lokal anpassbare Pläne und transnationale Managementpläne für den Schutz des kulturellen Erbes in Notsituationen werden ihren Teil zum langfristigen Schutz des römischen Erbes entlang der Donau beitragen. Der Klimawandel und von Menschen verursachte Katastrophen machen es erforderlich, die Herausforderungen der transnationalen Zusammenarbeit und des Schutzes des kulturellen Erbes bei der Vorbereitung auf, während und nach Katastrophenereignissen zu bewältigen.

Physical Reconstruction & Visibility Measures

Ziel der Durchführung von Sichtbarkeitsmaßnahmen und physischen Rekonstruktionen an archäologischen Stätten gemäß dem Konzept der "lebendigen Geschichte" ist es, alle Objekte zu erhalten, die den Besucher_innen historische Informationen vermitteln. Die Analyse bestimmter grundlegender Kriterien (z.B. natürliche Merkmale, Traditionen, Sehenswürdigkeiten, ...) und Identifizierung geeigneter Maßnahmen ist für jede Intervention unerlässlich. Der Katalog "Physical Reconstruction & Visibility Measures" konzentriert sich auf Maßnahmen zur Sichtbarmachung und physischen Rekonstruktion des Donaulimes mit seiner Bedeutung als territoriale strategische Grenze und seiner geostrategischen Qualität. Neben einer Auswahl von Vorschlägen für den rumänischen Pilotstandort Sacidava bietet es eine Sammlung von Best-Practice-Beispielen, die von relevanten Kunst- und Architekturinstallationen inspiriert sind und als Inspirationsquelle für Sichtbarkeitsmaßnahmen dienen, die auf lokaler, regionaler, nationaler und transnationaler Ebene entwickelt werden können.

Living Danube Limes Proceeding Book

Der ganzheitliche Ansatz des Projekts, die verbindende Kraft des gemeinsamen römischen Erbes und der Donau selbst zu nutzen, um alle Bewohner_innen zu befähigen, ihr Erbe nachhaltig zu fördern, zu würdigen, zu nutzen und zu erhalten, spiegelt sich im Proceeding Book wider, das Kapitel zu Archäologie & Geschichte, Museums- und Besucher_innenmanagement sowie Denkmalschutz und sanftem Tourismus enthält. Herausragende Beispiele für die nachhaltige Nutzung des römischen Erbes werden vorgestellt, darunter Risikobewertung und nachhaltige Schutzmaßnahmen für seine Elemente sowie Ideen und Maßnahmen zur Verbesserung der Sichtbarkeit der oft unsichtbaren archäologischen Zeugnisse. Ein weiterer Schwerpunkt ist die starke Partnerschaft, die den gesamten Donauraum von Deutschland bis Rumänien verbindet und das Wissen und die Erfahrung von Fachleuten in den genannten Bereichen bündelt.

Zum Anfang der Seite